Kettenhemd aus Brandenburg 13./14. Jh.

Kettenhemd aus Brandenburg 13./14. Jh.

© Stiftung Stadtmuseum Berlin

Konzert
Berliner Orchester / Pelléas et Mélisande

Orchester und Chor der Deutschen Oper

  • Dauer 2h, eine Pause

Einführung 19:00 Uhr

Vielleicht muss man Wagners „Parsifal“ mit Debussys Ohren hören, um ganz zu erfassen, warum von diesem Spätwerk mindestens ebenso viele Wege in die Moderne weisen wie von dem angeblich so viel radikaleren, früheren „Tristan“. Das Programm, das der Bayreuth-erfahrene Brite Donald Runnicles zusammen mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin gestaltet, erlaubt es den Zuhörenden jedenfalls, genau diesen Versuch zu wagen. Debussy war ein Musiker, den seine Liebe zu Wagners Musik nicht blind und den sein durchaus auch nationalistisch motivierter Hass gegen alles Wagnerianische immun gegen schales Epigonentum gemacht hat. Seinem lyrisches Drama „Pelléas et Mélisande“, das in bewusster Auseinandersetzung gerade mit „Parsifal“ entstand, ist es darum zuzutrauen, auf Wagners Bühnenweihfestspiel zurückzustrahlen: Auf ein Werk, das Debussy in schwebendem Symbolismus, mit Klangfarbenmagie und einer mit psychologischer Tiefe durchgeführten Deutung des Märchenhaften in verblüffend schlüssiger Weise weiterdenkt.

Claude Debussy [1862–1918]
Pelléas et Mélisande [1902]
Symphonie-Arrangement von Marius Constant [1983]

Richard Wagner [1813–1883]
Parsifal, II. Aufzug [1877–1882]
konzertante Aufführung

Evelyn Herlitzius Sopran (Kundry)
Klaus Florian Vogt Tenor (Parsifal)
Seth Carico Bassbariton (Klingsor)
Nicole Haslett, Alexandra Hutton, Irene Roberts, Elena Tsallagova, Adriana Ferfezka, Ronnita Miller Blumenmädchen

Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin
Donald Runnicles Leitung
William Spaulding Chorleitung

Eine Veranstaltung der Deutschen Oper Berlin
in Zusammenarbeit mit Berliner Festspiele/ Musikfest Berlin