Mahlers Komponierhäuschen am Attersee

Mahlers Komponierhäuschen am Attersee

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Konzert
Berliner Orchester / Carl Nielsen / Arnold Schönberg / Gustav Mahler

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

  • Dauer 1h 45, eine Pause

Einführung 18:45 Uhr

Man schreibt das Jahr 1910: Von tödlicher Krankheit gezeichnet instrumentiert Gustav Mahler die schreiendste Dissonanz seines Schaffens – den Kulminationspunkt des Adagios seiner 10. Sinfonie. Nicht weit von ihm entfernt verbindet sich Lyrik des von Rainer Maria Rilke, Stefan George und Thomas Mann verehrten dänischen Dichters Jens Peter Jacobsen mit dem späten Echo von Wagners Stil: in der Wiener Uraufführung der „Gurre-Lieder“, die Arnold Schönberg den größten Publikumserfolg seines Lebens bereiten. In einer Kopenhagener Straßenbahn kritzelt derweil ein Mann in mittlerem Alter und mit Bürstenhaarschnitt das Hauptthema zu einer neuen Sinfonie auf seine Manschette: Mit ihrer „überschwänglichen“ Energie und unsentimentalen Lebensbejahung war die Uraufführung dieser „Sinfonia espansiva“ durch die Königliche Kapelle Kopenhagen unter der Leitung des Komponisten beim Publikum und der Kritik ein außergewöhnlichen Erfolg. Was verbindet, was trennt Wiener Fin de Siècle und dänische Moderne, Wagners Erbe und den neuen „nordischen Ton“? Marek Janowski, die Mezzosopranistin Karen Cargill und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin finden die Antwort dazu in der Zukunft, auf die diese Musik rechnete – unserer Gegenwart.

Gustav Mahler [1860–1911]
Adagio aus Symphonie Nr. 10 [1910]

Arnold Schönberg [1874–1951]
Lied der Waldtaube aus den Gurre-Liedern
Fassung für Kammerorchester [1922]

Carl Nielsen [1865-1931]
Symphonie Nr. 3 op. 27 Sinfonia Espansiva [1910/11]

Eine Veranstaltung des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin