Ragnar Kjartansson: The Fall

Ragnar Kjartansson: The Fall

© Ragnar Kjartansson

Theater

Ragnar Kjartansson

„The Fall“
Uraufführung
Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, i8 gallery, Reykjavik und Luhring Augustine, New York

Im Rahmen des Symposiums Zeitverschwendung. Zeitstrukturen in Kunst und Gesellschaft findet am 26. Juni 2015 ein Artist Talk mit Tim Etchells (Forced Entertainment) und Ragnar Kjartansson statt, moderiert von Jörn Schafaff.

Manchmal gibt es elementare Erlebnisse, die ein Leben prägen und noch Jahrzehnte später nachwirken können. Ragnar Kjartanssons neue Arbeit „The Fall“ basiert auf der Erinnerung an so ein Ereignis. Im Jahr 1987 kam Kjartanssons Vater, der Regisseur Kjartan Ragnarsson, völlig elektrisiert nach einer „Hamlet“-Aufführung im Stora Teatern in Göteborg heim: Ein unerhörter Zwischenfall auf der Bühne hatte die ganze Aufführung verändert. Das Erlebte versetzte Kjartanssons Vater in eine Art Ekstase, und obgleich Kjartansson selbst nicht Zeuge dieses unwillkürlichen performativen Aktes war, blieb ihm die Erinnerung an diesen Augenblick doch bis heute im Gedächtnis. Dieser Erinnerung ist „The Fall“ gewidmet, eine kinetische Skulptur fürs Theater, die bei Foreign Affairs uraufgeführt wird. „The Fall“ ist eine Installation über das Momenthafte im Theatralen: Jede einzelne Sekunde hat das Potenzial zum ultimativen dramatischen Ereignis.

Produktion: Berliner Festspiele / Foreign Affairs