Präkolumbianische Statuette aus dem Teotihuacán Museum, Mexiko

Präkolumbianische Statuette aus dem Teotihuacán Museum, Mexiko

© Wikimedia Commons

Konzert
Gastorchester / Schlagwerk

Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela

Einführung 19:00 Uhr

Temperament, Energie, Sinnlichkeit, verblüffende Spielkultur, Enthusiasmus, dafür wird das Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela weltweit geschätzt. „Die Musik hat unser Leben verändert – die Musik ist unser Leben“, hat Gustavo Dudamel einmal gesagt. Er selbst ist ebenfalls aus „El sistema“ hervorgegangen, jener einzigartigen Initiative Venezuelas, die Kinder und Jugendliche aus allen Schichten an Musik heranführt.

Der Komponist Heitor Villa-Lobos baute, nach seinen Studienjahren in Paris, in seiner Heimat die staatliche Musikerziehung in Brasilien auf. Während dieses kulturpolitischen Engagements komponierte er den Zyklus der „Bachianas Brasileiras“. Ziel Villa-Lobos’ war, Bachs kompositorische Stilmittel mit den Charakteristika brasilianischer Volksmusik zu verbinden und daraus ein ganz eigens Idiom zeitgenössischer brasilianischer Musik zu erfinden.

Mit der monumentalen, zehnsätzigen „Turangalîla-Symphonie“ hat Olivier Messiaen eines der außergewöhnlichsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts geschaffen. Das Wort Turangalîla entstammt dem Sanskrit und fasst gleich mehrere verschiedene Bedeutungen: Von Bewegung, Rhythmus, Spiel, Werden und Vergehen bis hin zum Thema einer schicksalhafte, alles übersteigenden Liebe. Messiaen entfacht in dieser Symphonie ein kontrast- und abwechslungsreiches wie sinnenfrohes Spiel der Instrumentalfarben. Besondere Bedeutung bekommen dabei die Schlaginstrumente. Sie reichern, zusammen mit dem virtuos eingesetzten Klavier und den Ondes Martenot nicht nur die orchestralen Farben weiter an, sondern fügen in den europäischen Orchesterapparat das Klangspiel javanesischer bzw. balinesischer Gamelan Ensembles ein.

Heitor Villa-Lobos [1887-1959]
Bachianas Brasileiras Nr. 2 [1930]

Olivier Messiaen [1908-1992]
Turangalîla Symphonie
für Klavier, Ondes Martenot und großes Orchester [1945-48, rev. 1990]

Introduction – Chant d’amour I – Turangalîla I – Chant d’amour II – Joie du sang des étoiles – Jardin du sommeil d’amour – Turangalîla II – Développement de l’amour – Turangalîla III – Final

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin.
Mit freundlicher Unterstützung der Hilti Foundation und El Sistema

Hilti Foundation