Ausschnitt aus einem Porträt von Edward Elgar, Jahr und Quelle unbekannt

Ausschnitt aus einem Porträt von Edward Elgar, Jahr und Quelle unbekannt

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Konzert
Berliner Orchester

Staatskapelle Berlin

Einführung jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn

Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin setzen mit Edward Elgars groß-dimensionierten, kontemplativ-dramatischen Oratorium „The Dream of Gerontius“ den Schlusspunkt beim Musikfest Berlin. Sie zeigen damit die andere Seite des Komponisten des bekannteren „Pomp and Circimstance“. Elgar gehörte der katholischen Minderheit im anglikanisch dominierten England an. Seinem Oratorium legte er den Text des 1845 zum Katholizismus konvertierten Kardinal John Henry Newman zugrunde. Doch nicht die katholische Thematik war die Ursache für die misslungene Premiere 1900 auf dem Birmingham Triennal Festival unter der Leitung von Hans Richter, sondern vielmehr die Überforderung der damals Ausführenden. Man hatte die Komplexität des Werkes, das eine große „spätromantische“ Besetzung des Orchesters, einen Doppelchor und 3 Vokalsolisten erfordert, überschätzt. Zum Erfolg wurde das Werk erst – vor allem für Edward Elgar – als er nach einer weiteren Aufführung beim Niederrheinischen Musikfest 1902 von Richard Strauss als „the first English Progressivist“ bezeichnet wurde. Mit diesem Werk gelang es Elgar an die große britische Chormusiktradition der Anthems, an Henry Purcell und die Londoner Oratorien Georg Friedrich Händels anzuknüpfen. Wichtiger noch, mit diesem Werk trat er aus dem nationalen Kontext Englands heraus auf die internationale Bühne der Musik.

Edward Elgar [1857-1934]
The Dream of Gerontius op. 38
Oratorium für Mezzosopran, Tenor, Bariton, Chor und Orchester [1899/1900]

Sarah Connolly Mezzosopran
Toby Spence Tenor
Thomas Hampson Bariton
Staatsopernchor
RIAS Kammerchor
Martin Wright Choreinstudierung
Staatskapelle Berlin
Daniel Barenboim Leitung

Eine Veranstaltung der Staatsoper Unter den Linden in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin