TRANS-

TRANS-

© Lars Kjær Dideriksen

Performance
Stückemarkt

TRANS-

von two-women-machine-show & Jonathan Bonnici (Dänemark)

Performance
Stückemarkt I

  • Dauer 1h, keine Pause
  • In englischer Sprache

FR 13. Mai 2016, 21:00, Haus der Berliner Festspiele, Camp
Autor*innen-Gespräch I mit two-women-machine-show, Jonathan Bonnici, Simone Kucher und Hans-Werner Kroesinger

SA 14. Mai 2016, 14:30, Haus der Berliner Festspiele, Camp
The Channelling Body – an introduction to the practice
Workshop mit two-women-machine-show & Jonathan Bonnici
Anmeldung unter

Gleich einer ritualisierten Zeremonie sitzen die Zuschauer*innen im Kreis um die vier Performer*innen. Die beschreiben, was sie sehen: den Raum, die Körper, die Menschen. Dabei werden die Zuschauer*innen immer stärker zum Gegenstand der Performance und erfahren am eigenen Leib die Gewalt, die vom Beschreibungszwang der Sprache ausgeht.

Jurystatement

Es scheint, als sei der Panoptikum-Entwurf des Gefängnisarchitekten Jeremy Bentham – über den Foucault später seinen gleichnamigen Essay schreibt – der theoretische Ausgangpunkt für das dreiköpfige Kollektiv two-women-machine-show & Jonathan Bonnici aus Dänemark. In ihrer Performance „TRANS-“ erforschen sie gemeinsam mit dem Publikum Mechanismen und Zusammenhänge zwischen Beobachtung und Observation der modernen Disziplinargesellschaft. Ein weißer Raum, ein akkurat angeordneter Stuhlkreis auf dem das Publikum sitzt und drei Performer* innen in der Mitte des Kreises, keine Requisiten, nichts. Sprache, Sound und Licht ordnen das Geschehen, rhythmisieren die Bewegung im Raum und beherrschen die Gegebenheiten. Die Performer*innen beschreiben was sie sehen und wie sie es sehen. So simpel, so intensiv. Sprache und Wissen, Sprache und Normierung scheinen untrennbar. Durch das Instrument der Sprache wird die Obsession zu kontrollieren, zu klassifizieren und zu normalisieren herausgearbeitet. Wie und wo treffen sich Wahrnehmung und Sprache? Die Zuschauer*innen werden zunehmend selbst Gegenstand der Performance, erfahren am eigenen Leib die Gewalt, die vom Beschreibungszwang der Sprache ausgeht. „TRANS-“ ist zugleich körperliche Erfahrung und intensives Experiment, um eine veränderte Wahrnehmung von Raum, Körper und Sprache zu erlangen.

Yvonne Büdenhölzer
Leiterin des Theatertreffens

Idee & Inszenierung Jonathan Bonnici, Marie-Louise Stentebjerg
Inszenierung & Dokumentation Ida-Elisabeth Larsen
Bühne, Kostüme und Licht Hanna Reidmar
Lichttechnik Kerstin Weimers
Ton Santi Rieser

Performer Jonathan Bonnici, Emma-Cecilia Ajanki, Piet Gitz-Johansen, Robert Logrell

Grafik & Dokumentation Samuel Gregory Moore
Fotos Lars Kjœr Dideriksen, Bora Bora
PR Gunnvá Nolsøe
Administration Projektcentret

Koproduktion mit by Bora Bora
Unterstützt durch Danish Arts Foundation, Copenhagen City Council, Odense City Council, Augustinus Fonden, Arts Council UK, Teater Momentum, Dansehallerne (Laboratoriescenen), Dansarena Nord, Play Practice Residency, Mumuksha Centre for Transformation
Dank an Regina Biermann, Scott Williams, Alexander Holm, Asger Hartvig