Workshop-Präsentation
Internationales Forum

Workshop-Präsentation Performing Knowledge – Across Race, Gender and Postcolonialism

Camp
Internationales Forum – Arts and Politics Vol. II

  • mit englischer Übersetzung

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In einem gemeinsamen Workshop werden die interdisziplinäre Künstlerin Grada Kilomba und das Regieteam Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger mit den Stipendiat*innen der Einschreibung kolonialer Herrschaftsmuster in den gegenwärtigen Gesellschaftskörper, rassistischem Wissen und institutionell gestützten Mechanismen der Exklusion nachspüren, um progressive Strategien zur Bekämpfung von Alltagsrassismus und alternativen Formen der Wissensbildung zu entwickeln. Im Fokus stehen die Fragen, wie theatrale Repräsentationskunst jenseits der Reproduktion von Stereotypen und diskriminierender Zeichenproduktion aussehen kann und wie sich mittels dokumentarischer Recherche neokoloniale Realitäten, Denk- und Handlungsmuster auf der Bühne verhandeln lassen.

Grada Kilomba setzt sich seit vielen Jahren mit Postkolonialismus und dem Zusammenhang von Gender, Race, Trauma und Erinnerung auseinander. In ihrer Vermittlungsarbeit macht sie Fremdzuschreibungen der Mehrheitsgesellschaft als rassistische Denkschablonen und Marginalisierungsprozesse sichtbar. Ihre Arbeiten bilden hybride Texturen an der Schnittstelle von Ausstellung, Videoinstallation, Theaterperformance und Wissenschaft.

Hans-Werner Kroesinger, bedeutendster Vertreter des zeitgenössischen Dokumentartheaters, entwickelt seit vielen Jahren im künstlerischen Team mit Regine Dura vielschichtige Rechercheprojekte. Auf der Grundlage von historischen Reportagen, Dokumenten, Interviews und Augenzeugenberichten setzen sie sich mit der Genese der Gegenwart auseinander, indem sie komplexe politische, ökonomische und historische Prozesse wie Kriege, Völkermord oder Kolonialgeschichte aufarbeiten.

Mit Grada Kilomba, Hans-Werner Kroesinger / Regine Dura