Man Ray, „Emak Bakia“, Bronze mit Silber Patina und synthetischem Haar, 1926

Man Ray, „Emak Bakia“, Bronze mit Silber Patina und synthetischem Haar, 1926

Konzert

IPPNW-Benefizkonzert

zugunsten des World Future Councils
Begrüßung durch Jakob von Uexküll: World Future Council – Stimme zukünftiger Generationen

Einführung 18:00 Uhr

Empfang nach dem Konzert im Ausstellungsfoyer des Kammermusiksaals

Claudio Monteverdis Zeitgenossen, Schüler und Nachfolger im Geiste sind hier mit virtuosen Werken mit und ohne menschliche Stimme versammelt. Salomone Rossi, der seiner Herkunft wegen „Ebreo“ genannt wurde, war Monteverdis Kollege in Mantua. Mit seinen Instrumentalwerken leistete er ebenso Pionierarbeit wie mit den mehrstimmigen Kompositionen für einen reformierten Synagogen-Gottesdienst, die er unter dem Titel „Gesänge des Salomo“ veröffentlichte. Luigi Rosso und Antonio Sartorio, eine bzw. zwei Generationen jünger als der Jubilar, bieten nur zwei Beispiele für die stimulierende Wirkungsgeschichte von dessen „Orfeo“ auf die Nachwelt. Francesco Cavalli wurde von Monteverdi in seine Hofkapelle an San Marco in Venedig berufen. Erst Knabensopran, dann Tenor, stieg er schon bald zum bekanntesten Opernkomponisten der Generation nach Monteverdi auf. Das musiktheatralische Werk Marco Uccellinis ist verschollen; überliefert aber sind seine Instrumentalwerke, virtuos in ihren Ansprüchen, originell in ihrer Formensprache. Dem Eskapismus des Lebens entsprachen bei Alessandro Stradella Extravaganzen in der Kunst, der vokalen wie der instrumentalen.

Amore Perduto – Musiken des italienischen Frühbarock

Marco Uccellini [ca. 1610-1680]
Sinfonia seconda a cinque stromenti c-Moll
aus: Ozio regio. Libro VII op. 7 [1660]

Claudio Monteverdi [1567-1643]
„Lasciatemi morire“ Lamento d’Arianna [1608]
für Sopran und Basso continuo. Text: Ottavio Rinuccini

Salamone Rossi [1570-1630]
Die Gesänge des Salomon für 5 Stimmen [1623] (Auswahl)
instrumentale Fassung

Antonio Sartorio [ca. 1630-1680]
L’Orfeo. Dramma per musica [1672] (Ausschnitte)

Alessandro Stradella [1639-1682]
Sinfonia für Violine, Violoncello und Basso continuo d-Moll

Alessandro Stradella
„Affligetemi pure, amare memorie“
Kantate für Sopran und Basso continuo

Johann Rosenmüller [1617-1684]
Sonata nona à 5 D-Dur
aus: Sonate à 2,3,4 e 5 stromenti d’arco et altri [1682]

Marco Uccellini
Sinfonia quarta a cinque stromenti C-Dur
aus: Ozio regio. Libro VII op. 7 [1660]

Francesco Cavalli [1602-1676]
„Dunque, Giove immortale“ – „Verginella io morir vo‘“
Rezitativ und Arie der Calisto aus „La Calisto“ (I,2) [1651]

Marco Uccellini
Sinfonia sesta a cinque stromenti D-Dur
aus: Ozio regio. Libro VII op. 7 [1660]

Francesco Cavalli
„Sien mortali o divini“ – „Non è maggior piacere“
Rezitativ und Arie der Calisto aus „La Calisto“ (I,4) [1651]

Eine gemeinsame Veranstaltung von IPPNW-Concerts,
Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und der Stiftung Berliner Philharmoniker