Herbert Fritsch

Herbert Fritsch

© Thomas Aurin

Preisverleihung

Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung

Verleihung an Herbert Fritsch
Überreicht durch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller

Für seine außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater zeichnet die Stiftung Preußische Seehandlung Herbert Fritsch mit dem Theaterpreis Berlin 2017 aus.

In der Jurybegründung heißt es:
„Im Zentrum seiner Regiekunst stehen der von ihm gestaltete Raum und die Körper seiner Spieler*innen – in ihrer komischen bis grotesken Überzeichnung, in ihrem Verhältnis zum Bühnenbild, aber auch in ihren physischen Besonderheiten und Formalisierungen durch die Kostüme und Masken von Victoria Behr. Was Fritsch und seine tollen Truppen aus diesen Körpern herausholen, hat weit mehr mit Choreografie, Physik und deren Überwindung zu tun als mit Narration und Psychologie. Damit stellt sich der Regisseur in die Tradition der den Unsinn feiernden Avantgardekünstler und Sprachmaterialisten, die er als Autoren für die Bühne wiederentdeckt und deren verbale Spielbälle er mit Hilfe des Bühnenkomponisten Ingo Günther in Musik verwandelt (…)“.

Die Entscheidung über die Auszeichnung traf die Preisjury, der die Intendantin des Schauspielhauses Zürich, Barbara Frey, der Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, Wilfried Schulz und die Theaterkritikerin Eva Behrendt, sowie mit beratender Stimme der Intendant der Berliner Festspiele, Dr. Thomas Oberender, angehören.

Der mit 20.000 Euro dotierte Theaterpreis Berlin wird während des Berliner Theatertreffens durch den Regierenden Bürgermeister und Vorsitzenden des Rates der Stiftung Preußische Seehandlung, Michael Müller, im Rahmen einer Matinee verliehen, die Kolleg*innen und Freund*innen des Preisträgers ausrichten.

Laudatio Frank Castorf