Desdemona

Desdemona

© Pascal Victor

Musiktheater

Desdemona

Deutschlandpremiere
Uraufführung 15. Mai 2011, Wiener Festwochen

  • ca. 2 h, ohne Pause
  • In englischer Sprache mit deutscher Übersetzung

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Desdemona ist ein außergewöhnlicher spielzeit’europa-Abend: nicht Theater, nicht Konzert, etwas ganz eigenes – ein »Hörspiel der Träume« (Peter Sellars), das auch aktuelle politische Kommentare nicht scheut. Zusammen mit der Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison und der afrikanischen Sängerin Rokia Traoré hat der amerikanische Starregisseur – gemeinsam mit einer Schauspielerin – ein intimes Gespräch zwischen der Shakespeare’schen Figur und ihrer afrikanischen Amme entwickelt. Jenseits des Todes tauschen zwei Frauen nach Jahrhunderten von Kolonialherrschaft und Rassismus Geschichten, Lieder und Hoffnungen für eine alternative Zukunft aus – ein poetischer Dialog über Kontinente, Lebens- und Liebesgeschichten hinweg, der eine Tür öffnet in ein anderes 21. Jahrhundert. Rokia Traoré, eine Stimme des neuen Afrika, komponierte ihre Lieder für zwei Musiker und drei Sängerinnen aus Mali.

»Morrison erzählt eine Geschichte der Frauen, die bestimmt ist vom Zorn der Männer. Sie stellt der toten Desdemona die afrikanische Amme Barbary zur Seite, in deren liebender Obhut, so behauptet Morrison, auf Shakespeare sich berufend, Desdemona aufgewachsen sei. Gemeinsam erinnern sie sich …

Das Schönste an Desdemona ist der Gesang. Die Musik kommt aus einer besseren Welt, und wenn wir nur immer sängen, wären wir geheilt. … Dies ist eine Totenbeschwörung zum besseren Leben, die optimistische Rekonstruktion eines Gemetzels. Eine Welt ist untergegangen, nun lasst uns neu anfangen!«

Peter Kümmel, Die Zeit

Besetzung

Text Toni Morrison
Musik Rokia Traoré
Regie Peter Sellars
Licht James F. Ingalls
Sounddesign Alexis Giraud

Mit Rokia Traoré und Tina Benko

Musiker
Mamah Diabaté N’goni
Fatim Kouyaté Gesang
Bintou Soumbounou Gesang
Kadiatou Sangaré Gesang
Mamadyba Camara Kora

Auftragswerk und Koproduktion spielzeit’europa | Berliner Festspiele, Wiener Festwochen, Théâtre Nanterre-Amandiers, Cal Performances, Berkeley [Kalifornien], Lincoln Center for the Performing Arts, New York, Barbican London
[Mit Unterstützung von Arts Council London und London 2012 Festivals]