Empirical, Nels Cline, Dr. Lonnie Smith

Empirical, Nels Cline, Dr. Lonnie Smith

© Chris Baker, Benjamin Lozovsky, Benedict Smith

Konzert
Konzerte Große Bühne

Empirical / Nels Cline Lovers / Dr. Lonnie Smith Trio

Im Vorfeld dieses Konzerts spielt das Ensemble Empirical drei Tage lang für Passant*innen an einem öffentlichen Ort. Diese Strategie hat das britische Quartett bereits mit großem Erfolg in London und Birmingham angewandt: Die Musiker sprechen auf diese Weise ein Publikum an, das sich normalerweise nicht für Jazz interessiert, und können gleichzeitig in einer Art offenen Probe an neuen Kompositionen arbeiten. Der Prozess erinnert auch an fast vergessene Zeiten, als Bands noch für ein bis zwei Wochen hintereinander von Jazzclubs gebucht wurden und so Raum und Zeit hatten, ihre Musik in entspannter Atmosphäre weiterzuentwickeln. Empirical lernten sich im Jahr 2007 als Teilnehmer von Tomorrow’s World kennen, einem Programm für junge Jazzmusiker*innen in London, und spielen seit 2008 in ihrer derzeitigen Besetzung. Sie veröffentlichten bisher fünf Alben, erhielten zahlreiche Preise und traten auf vielen Festivals auf, darunter Newport, Molde, North Sea, London, Toronto, New York und Bath.
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Als der Teenager Nels Cline in Los Angeles „Manic Depression“ von Jimi Hendrix hörte, beschloss er, ebenfalls Gitarrist zu werden. Er spielte Jazz mit Julius Hemphill, Charlie Haden, Vinny Golia und Wadada Leo Smith ebenso wie in diversen eher experimentellen Rockprojekten, Seite an Seite mit Gitarristen wie Thurston Moore, Henry Kaiser und Elliott Sharp. Im Jahr 2004 schloss er sich der Rockband Wilco an und spielte seither auf sechs ihrer Alben. Das Projekt „Lovers“ liegt ihm sehr am Herzen: „Seit über 25 Jahren träume ich von dieser schon beinahe fixen Idee, mache Pläne und verwerfe sie wieder“, sagt er. In Michael Leonharts filigranen, zarten Arrangements für Trio und Kammerorchester verbinden sich Balladen aus dem American Songbook mit Kompositionen von Jimmy Giuffre, Gábor Szabó, Sonic Youth und Annette Peacock wie auch mit Stücken von Cline selbst zu einer fesselnden Klangträumerei, die sich über Zeiten und Kategorien hinwegsetzt und eine ganz neue Art sehr moderner Schönheit entdeckt.
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Die Tradition gefühlvoller Hammond-B3-Organisten, die sich um das Blue Note Plattenlabel versammelten, gehört zu den Glanzpunkten des Jazz. Die Reihe begann mit Jimmy Smith, setzt sich mit John Patton, Baby Face Willette, Freddie Roach und anderen fort und fand mit Dr. Lonnie Smith ihren Höhepunkt. Dessen triumphale Rückkehr zu Blue Note fiel im vergangenen Jahr mit der Verleihung eines Jazz Masters Fellowship des National Endowment of the Arts zusammen, der höchsten Auszeichnung, die einem Jazzmusiker in den USA zuteilwerden kann. Dr. Lonnie wurde 1942 in Lackawanna in New York State geboren und machte ab 1966 zunächst als Mitglied des George Benson Quartet von sich reden. Auf seinem jüngsten Album „Evolution“ ist sein Stammtrio zu hören, das neben ihm aus dem Gitarristen Jonathan Kreisberg und dem Schlagzeuger Johnathan Blake besteht. Mit Unterstützung von Gastmusikern wie Robert Glasper und Joe Lovano erschließen sie Stimmungen zwischen Hardcore-Funk und Coltrane-ähnlicher Spiritualität, und durchdringen zeitgenössische Strukturen mit Wärme und Swing der alten Schule.
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18:30
Empirical
Nathaniel Facey alto saxophone
Lewis Wright vibraphone
Tom Farmer double bass
Shaney Forbes drums

20:00
Nels Cline Lovers
Nels C. Cline guitar
Michael Leonhart trumpet, conductor
Alex Cline drums
Devin Hoff electric bass
Anna Viechtl harp
Martin Klenk cello
Dmytro Bondarev trumpet
Florian Menzel trumpet
Rasmus Holm trombone
Maria Reich violin
Heidi Mockert bassoon
Fynn Großmann english horn
Marc Doffey clarinets
Hauke Renken vibraphone, marimba
Tomek Sołtys celeste
Morten Duun Aarup guitar

21:30
Dr. Lonnie Smith Trio
Dr. Lonnie Smith Hammond organ
Jonathan Kreisberg guitar
Xavier Breaker drums

Empirical

Nels Cline

Dr. Lonnie Smith Trio