Jose Dávila, „Untitled (Allure)“, 2014

Jose Dávila, „Untitled (Allure)“, 2014. Ausstellungsansicht, „State of Rest“, OMR, 2014, Allure Marmor, Spanngurte, Ösenschrauben, 177,7 x 301,1 x 550 cm

© Jose Dávila & VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Enrique Macías Martínez, Courtesy: der Künstler & König Galerie

Ausstellung

Durch Mauern gehen

12. September 2019 bis 19. Januar 2020

Zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer untersucht die Gruppenausstellung Durch Mauern gehen auf Teilung und Spaltung basierende Machtstrukturen und richtet den Blick auf die damit verknüpften Erfahrungen und Auswirkungen auf individueller und kollektiver Ebene.

Das Begleitprogramm bietet die Möglichkeit, zu Hintergründen und Debatten rund um die Ausstellung ins Gespräch zu kommen.
Zum Programm

Es ist nicht lange her, dass der Fall der Mauer als eines der wichtigsten Symbole des Utopismus des 20. Jahrhunderts galt. In jüngster Zeit haben Populismus und der Anstieg extremer nationalistischer Positionen jedoch Ideologien den Weg bereitet, die immer mehr auf Spaltung abzielen. Durch Mauern gehen ist eine zeitgemäße Antwort auf die gegenwärtigen Entwicklungen: Die Berliner Mauer wird über die besonderen deutschen Umstände hinaus zu einem Ansatzpunkt für die kritische Reflexion der Auswirkungen von realen und metaphorischen Spaltungen.

Die Ausstellung versammelt Arbeiten von 28 internationalen Künstler*innen und umfasst eine Vielzahl von Medien wie Malerei, Skulptur, Fotografie, Film, Audioinstallation, ortsspezifischer Intervention und Performance. Sie ist als ein umfassender, nichtlinearer Erfahrungsraum konzipiert, der drei Themenfelder miteinander verknüpft: Das erste vermittelt die physische Präsenz von Mauern und ihre Funktion als Orte der Trennung. Das zweite beschäftigt sich mit den Auswirkungen von realen und metaphorischen Mauern auf diejenigen, die mit ihnen leben. Das dritte macht die Anstrengungen sichtbar, die nötig sind, um bestehende Teilungen zu überwinden. Darüber hinaus nimmt Durch Mauern gehen direkten Bezug auf den Standort des Gropius Bau: Zahlreiche symbolische und zum Teil historisch belastete Stätten befinden sich in unmittelbarer Nähe oder sind von den Ausstellungsräumen aus sichtbar, darunter ein Reststück der Berliner Mauer.

Mit Arbeiten von Marina Abramović und Ulay, José Bechara, Sibylle Bergemann, Tagreed Darghouth, Jose Dávila, Willie Doherty, Smadar Dreyfus, Melvin Edwards, Dara Friedman, Dora García, Zahrah Al Ghamdi, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Michael Kvium, Gustav Metzger, Reem Al Nasser, Christian Odzuck, Emeka Ogboh, Anri Sala, Fred Sandback, Aki Sasamoto, Regina Silveira, Siska, Javier Téllez, Samson Young, Yuan Yuan, Héctor Zamora

Kuratiert von Sam Bardaouil und Till Fellrath

Gefördert durch

Logo Kulturstiftung des Bundes

Im Rahmen der Berlin Art Week
Mit Freundlicher Unterstützung der Montblanc Kulturstiftung
Partner: Berliner Stadtwerke, ALEXA, Dussmann, Bouvet
Medienpartner: Tagesspiegel, Monopol, MADAME, Mousse Magazine, FluxFM, Cleverdis