Night Warning und weitere Filme

Revolverkino + critic.de im Gropius Bau: Gay Panic!

  • Eintritt frei

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Jeden Monat an drei Abenden in Folge quer durch die Filmgeschichte, Formate und Genres: Die Filmzeitschrift Revolver zeigt im Gropius Bau was Kino sein kann. Im November präsentiert der Filmkritiker und Redakteur von critic.de Michael Kienzl mit Gay Panic! das dritte Programm.

Mittwoch 28.11.2018
19:30 Sleepaway Camp
Robert Hiltzik, USA 1984, 84 Minuten
35 mm, englische Originalversion
Film Courtesy Phil Blankenship Collection at the Academy Film Archive
21:00 Diskussion mit Michael Kienzl und Christoph Draxtra

Donnerstag 29.11.2018
19:30 Night Warning aka Butcher Baker Nightmare Maker
William Asher, USA 1982, 96 Minuten
35 mm, englische Originalversion

21:10 Boys Beware
Sid Davis, USA 1961, 10 Minuten
Digital File, englische Originalversion

21:20 The Hitcher
Robert Harmon, USA 1986, 97 Minuten
35 mm, englische Originalversion mit finnischen und schwedischen Untertiteln

Freitag 30.11.2018
19:30 Überraschungsfilm 1
Jack Sholder, USA 1985, 82 Minuten
35 mm, Deutsche Fassung

21:00 Überraschungsfilm 2
William Friedkin, USA 1980, 102 Minuten
35 mm, englische Originalversion

Im US-amerikanischen Horrorkino der 1980er Jahre finden sich immer wieder Geschichten, Motive und Momente, in denen sogar nur vermutete Homosexualität großes Unbehagen auslöst. Die fünf Filme in der Reihe Gay Panic! – allesamt als 35-mm-Kopien präsentiert – erzählen mal durch diffuse Subtexte, mal sehr konkret von einem verunsichernden Einzug des Anderen, das besonders auf junge Männer eine furchteinflößende, traumatisierende, ja sogar ansteckende Wirkung zu haben scheint.

Statt das Schwule jedoch zu dämonisieren, thematisieren die Filme vielmehr innere Kämpfe und unterdrückte Begierden, stellen die Diktatur des vermeintlich Natürlichen infrage und erliegen gemeinsam mit ihren Figuren der Faszination des Unbekannten. Nicht zuletzt will die Reihe auch einem Genrekino Tribut zollen, das selbst sein Verhältnis zur Norm immer wieder hinterfragt, weil es zwar auf bewährten Erzählmustern basiert, mit seinem Hang zum Exaltierten, Überkandidelten und Albernen zugleich aber auch eine eigene Ästhetik jenseits von bürgerlichen Geschmacksvorstellungen findet.