Flussdelta in Island

Flussdelta in Island

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Thinking Together

History as a warm wet place

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Anmeldung erbeten:

Glänzende, weiße ätherische Spuren überqueren eine Reihe von geometrischen, überlappende Figuren, die sich in eine rauchige, Substanz wie die Tinte eines Tintenfischs verwandeln, dann in einen Vogelschwarm, dann in einen großen, kräftigen Pfeil, der nach links zeigt. Die Geschichte wandelt ständig ihre Form. Von weitem erscheint es, als würde sie krachen, knistern, lärmen wie ein Feuerwerk in der Ferne. Die Geschichte verbreitet sich sehr schnell, sie ist exponentiell und verdeckt bald alles. Wenn gefragt wird, ob sie mit dem Menschen verwandt ist, zeigt sie ein kleines Boot mit acht Rudern von oben. Das Boot wird zum Schuh, hier ist das Bein, Geschichte sieht aus wie ein Harlekin, wie eine heterogene Figur aus Flickwerk. Wenn gefragt wird, ob politische Geschichte eine sehr gewöhnliche wenngleich abstrakte Schwarz-gegen-Weiß Situation abbildet. Es gibt einen Konflikt, das Bild eines Grabens, der Rücken eines Bergs oder einer Düne, eine Seite, die sich sehr bemüht, umzublättern, es aber nicht vermag und in der Luft bleibt. Es ist voller Symbole und klingt wie Verschwörung. Wenn sie gebeten wird, alles in einem letzten Bild zusammenzufassen, zeigt die Geschichte eine Tanzparty mit Folk-Musik (Dudelsäcke), die von einem schnurrbarttragenden Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts durch die Linse eines Mikroskops betrachtet wird.
Simon Ripoll-Hurier – Remote Viewing-Bericht zu „Geschichte“

Mit

Catalina Insignares (CO) & Carolina Mendonça (BR)

Im Rahmen von „Defragmentation – Curating Contemporary Music“
Ein Projekt der Kulturstiftung des Bundes und des Internationalen Musikinstituts Darmstadt (IMD) / der Darmstädter Ferienkurse, der Donaueschinger Musiktage, von MaerzMusik – Festival für Zeitfragen sowie in Kooperation mit dem Ultima Festival Oslo