Alter Gärtner im Nō-Spiel „Koi no omoni“

Alter Gärtner im Nō-Spiel „Koi no omoni“

© Umewaka Kennōkai, 1993

Konzert / Performance

Japanisches Nō-Theater in der Philharmonie

Gastspiel: Tokio

Das Ensemble der Umewaka Kennōkai Foundation Tokio zeigt an diesem Abend drei Hauptgattungen des klassischen Nō-Theaters: das kultische Tanzspiel, die Kyōgen-Komödie und das dramatische Nō-Spiel. Dessen Spezifik, in Musik, Choreografie und Dramaturgie, haben die europäische Kunst und Musik nachhaltig beeinflusst.

17:30 Einführung
Abendprogramm Nō-Theater 03.09.2019 PDF, 4,3 MB

Nō – Faszination des Minimalismus
Vortrag von Dr. Annegret Bergmann
Donnerstag, 22. August 2019, 19:00
Ort: Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
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Manchmal ist die Kultur der Politik eine Nasenlänge voraus. 1994 schlossen das vereinte Berlin und die japanische Hauptstadt Tokio eine Städtepartnerschaft. Bereits 1993 umrissen die Berliner Festwochen, das Vorgängerfestival des Musikfest Berlin, die Perspektiven: „Japan und Europa“ lautete der Themenschwerpunkt. Das Festival zog eine Bilanz: In den 1980er Jahren hatte das Interesse an fernöstlichen Kulturen, am Denken, am künstlerischen Gestalten insbesondere in der japanischen Tradition zumindest im Westteil der Stadt eine bisher nicht dagewesene Intensität erlebt. Sie wurde dadurch begünstigt, dass japanische Künstler*innen, vor allem Komponist*innen und Musiker*innen, hier ihren ersten oder zweiten Wohnsitz genommen hatten, und dass bei ihnen selbst eine verstärkte Besinnung auf das einsetzte, was sie kulturell ursprünglich geprägt hatte. Bereits 1985 stellte das Festival „Horizonte“, das sich außereuropäischen Kulturen widmete, Formen und Vielfalt des japanischen Theaters vor; das Pariser Théâtre du Soleil integrierte 1991 in sein Gastspiel Elemente fernöstlicher Bühnenkunst. Beim Festival 1993 bildeten die Vorstellungen des Nō-Theaters einen wesentlichen Schwerpunkt.

Zum Jubiläum der Städtepartnerschaft, die nun seit 25 Jahren besteht, ist das Ensemble wieder zu Gast. Es präsentiert drei Hauptformen des Nō: das kultische Tanzspiel, die Kyōgen-Komödie und das dramatische Nō-Spiel, und mit ihnen Formen von Theater, Klangsinn und (musikalischer) Dramaturgie, die weit in die Szene der europäischen Gegenwartsmusik hineinwirkten.

Programm

Zeami Motokiyo (1363 – 1443)
Shōjō – Midare / Sō no mai (Der Geist des Reisweins)
Kultisches Nō-Tanzspiel
In der Version mit Midare-Tanz, ausgeführt von zwei Darstellern

Anonym (17. Jahrhundert)
Kaminari (Der Donnergott)
Kyōgen–Intermezzo

Zeami Motokiyo (1363 – 1443)
Koi no Omoni (Die Last der Liebe)
Dramatisches Nō-Spiel

Besetzung

Umewaka Manzaburô III Hauptdarsteller
Ensemble der Umewaka Kennōkai Foundation Tokio

Gastspiel im Rahmen der Europa-Tournee 2019 (Zürich – Basel – Köln – Berlin) anlässlich des 50. Gründungsjubiläums des Japanischen Kulturinstituts Köln und 25 Jahre Städtepartnerschaft Tokio – Berlin.

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und The Japan Foundation / Japanischen Kulturinstitut Köln in Zusammenarbeit mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin

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