Wu Wei Trio

Wu Wei Trio

Konzert

IPPNW-Benefizkonzert

Zugunsten des Vereins „MitMachMusik – Ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e.V.“

Das Konzert soll dazu beitragen, zahlreiche neue Spender*innen für die Initiative „MitMachMusik – Ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e.V.“ zu gewinnen, damit diese so erfolgreiche Initiative nicht nur fortbestehen, sondern sich auch über die Grenzen von Berlin und Potsdam weiter ausbreiten kann.

Musik als Medizin

Was Musik bewirken kann, zeigt die wunderbare Initiative „MitMachMusik – Ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e.V.“, die vor mehr als drei Jahren von Berliner Kinderärzten, Musikpädagogen und freiwilligen Helfer*innen ins Leben gerufen wurde. Seit 2015 kamen mehr als 300.000 Kinder und Jugendliche als Flüchtlinge zu uns. Traumatisiert durch Kriegs- und Fluchterlebnisse leben diese Kinder auf engstem Raum in ghettogleichen Unterkünften, eingebettet im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen, Religionen und politischer Überzeugungen. Folgt man dem Slogan „Unsere Kinder sind unsere Zukunft“, dann sollten wir folgerichtig ergänzen: „Diese Kinder sind auch unsere Zukunft“, denn wenn es uns nicht gelingt, sie emotional, sprachlich, kulturell und intellektuell in unser soziales System zu integrieren, droht ihnen nach dem Beispiel südamerikanischer Straßenkinder eine Zukunft in Gewalt und Kriminalität und uns die Entstehung neuer sozialer Brennpunkte. Dies gilt es zu verhindern.

In mittlerweile elf Flüchtlingsunterkünften und Treffpunkten fördern von professionellen Musikern und Pädagogen geleitete Musikgruppen das Selbstbewusstsein und die Integration dieser Kinder durch gemeinsames Musizieren und Singen. „Die Kinder kommen hier an und sind sprachlos. Wir geben ihnen eine Stimme durch ihr eigenes Tun“, sagt Pamela Rosenberg, ehemalige Intendantin der Berliner Philharmoniker und Mit- Initiatorin des Projekts. Die Kinder tragen das täglich neu Erlernte in ihre Familien. Die Musik ist somit auch ein Bindeglied zwischen ihnen und uns. Seit 2018 treffen sie sich regelmäßig auch mit Berliner Kindern zum gemeinsamen Musizieren und wagen sogar erste Berührungen mit Philharmonikern im Rahmen des philharmonischen Education Programms.

Für viele der Profis, die die Kinder unterrichten, sind frei nach dem Wort von Yehudi Menuhin – „Das Leben ist ein ständiger Austausch“ – die Begegnungen mit ihnen ein größeres Geschenk als der Applaus des Publikums nach einem Konzert.

Das Konzert am 22. September wird hoffentlich dazu beitragen, zahlreiche neue Spender*innen zu gewinnen, damit diese so erfolgreiche Initiative nicht nur fortbestehen, sondern sich auch über die Grenzen von Berlin und Potsdam weiter ausbreiten kann.

www.mit-mach-musik.de  

35 Jahre IPPNW-Concerts

Die Organisation International Physicians for the Prevention of Nuclear War – Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), der 1984 der Friedenspreis der UNESCO und 1985 der Friedensnobelpreis zuerkannt wurde, erhielt 1982 eine deutsche Sektion.

1984 gründet der in Berlin ansässige Kinderarzt Peter Hauber zusammen mit seiner Frau Ingrid IPPNW-Concerts, mit dem Ziel, die Botschaft der IPPNW im Rahmen von Benefizkonzerten einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen. Bald schon fanden IPPNW-Konzerte in ganz Deutschland und anderen Ländern statt, unter anderem auch in den USA und in der UdSSR. 1987 begann ein Kommentator des Senders RIAS eine Kultursendung mit den Worten: „Seit geraumer Zeit wird das gerade auch sonst nicht so ärmliche Konzertleben Berlins mit einem erlesenen Tupfer versehen – mit den Konzerten, die die IPPNW gibt.“ Seit 1988 werden zahlreiche Konzerte regelmäßig auch im Rundfunk übertragen und auf CD veröffentlicht. Schon drei Jahre nach Gründung des Labels IPPNW-Concerts wurde diese CD-Reihe in der Süddeutschen Zeitung unter der Rubrik „Die Schallplatte“ mit dem Hinweis „höchst achtenswerte Platteneinspielungen“ geehrt. Zwei Konzerte mit einem von der IPPNW zusammengestellten Weltorchester wurden vom Fernsehen weltweit übertragen. Der Erlös der Konzerte und aus dem Verkauf der CDs kommt den infolge von Kriegen, Industrie- und Naturkatastrophen Not leidenden Menschen, den Spätopfern atomarer Explosionen von Hiroshima bis Fukushima und der Arbeit verschiedener Friedensorganisationen und der IPPNW zugute. Viele Musiker der Berliner Philharmoniker und zahlreiche berühmte Solist* innen und Ensembles aus dem Who’s Who des internationalen Musiklebens – von der Alten bis zur Neuen Musik, vom Jazz bis zur Klassik – wirken seit der Gründung von IPPNW-Concerts vor 35 Jahren bei den Konzerten mit und stellen durch ihr Engagement dem Wettrüsten und der Zerstörung der Erde immer wieder ein Stück Kultur entgegen.

Seit 1991 haben die IPPNW-Konzerte immer wieder einen Platz im Rahmen des Musikfestes Berlin.

www.ippnw.de 

Programm

Begrüßung
Dr. Peter Hauber (IPPNW)
„35 Jahre IPPNW-Concerts: der Versuch, mit Kultur Politik zu machen.”

Claudio Monteverdi (1567 – 1643)
Arie Pur ti miro, pur ti godo
aus L‘incoronazione di Poppea (1642)

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767)
Triosonate c-Moll TWV 42 C5

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Triosonate Es-Dur BWV 525 (1727 – 1732)

Improvisation

Orlando Gibbons (1583 – 1625)
Fantasie of Three Parts (Part I +II) (1621/1648)

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Goldberg-Variationen BWV 988 (1741)

Improvisation

Antonio Vivaldi (1678 – 1741)
Triosonate d-Moll RV 63 (1705)
(„La Follia“)

Besetzung

Wu Wei Trio
Wu Wei Sheng
Martin Stegner Viola, Moderation
Matthew McDonald Kontrabass

Eine gemeinsame Veranstaltung von IPPNW-Concerts, der Stiftung Berliner Philharmoniker und der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin