Diskussion

Claims and Gains: The Translocation of Objects

Mit Felicity Bodenstein, Theo Eshetu, Antje Majewski, Margareta von Oswald, George Shire

Zur Ausstellung And Berlin Will Always Need You

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Seit seiner Gründung im Jahr 1881 beherbergte der Gropius Bau Sammlungen, Kunstwerke und Artefakte, die heute teilweise Gegenstand von Restitutionsdebatten sind. Einige der künstlerischen Positionen in der Ausstellung And Berlin Will Always Need You setzen sich mit musealem Display, der Verbreitung von Formsprache und handwerklicher Arbeit als kolonialen Vermächtnissen auseinander. Die Diskussion Claims and Gains: The Translocation of Objects [Forderung und Gewinn: Die Translokation von Objekten] wird von der Kunsthistorikerin Felicity Bodenstein moderiert. Weitere Gäste sind zwei der ausstellenden Künstler*innen, Theo Eshetu und Antje Majewski, sowie der dekoloniale Theoretiker George Shire und die Anthropologin Margareta von Oswald.

Felicity Bodenstein ist Kunsthistorikerin und derzeit PostDoc Fellow des Forschungsprojekts translocations an der Technischen Universität Berlin. Ihre Forschung konzentriert sich auf Fragen der Repräsentation bei der Ausstellung umstrittener, translozierter Objekte.

Theo Eshetu untersucht im Rahmen seiner künstlerischen Praxis, wie elektronische Medien Identität und Wahrnehmung prägen. Im Gropius Bau zeigt er The Phi Phenomenon. Auf einer 12-Kanal-Videoinstallation pulsieren Bildern kultischer und religiöser Artefakte aus den Beständen des Musée d'ethnographie in Genf.

Antje Majewskis künstlerische Praxis umfasst figurative Malerei, Video und kollaborative Projekte. Teil ihrer Installation im Gropius Bau ist Le trône (Der Thron), ein Film über ein umstrittenes Objekt aus der Sammlung der Staatlichen Museen zu Berlin: den Thron des Sultan Ibrahim Njoya.

Margareta von Oswald ist Doktorandin am CARMAH – Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage, Berlin. Ihre aktuelle Forschung untersucht die Transformation von Museen mit ethnografischen Sammlungen mit einem Schwerpunkt auf dem Humboldt Forum.

George Shire ist ein unabhängiger Kulturtheoretiker und dekolonialer Denker, DJ und Jazz-Saxophonist. Seine Forschungsinteressen betreffen Fragen des Wissens, der Macht und der Unterschiede zum Globalen Süden; zudem beschäftigt er sich mit visueller Kultur und Entkolonialisierung sowie mit der Geschichte künstlerischer Ausbildung im südlichen Afrika.