Diskussion

Interweavings and Materialities

Mit Alice Creischer, Rike Frank, Natasha Ginwala, Paz Guevara, Willem de Rooij, Andreas Siekmann

Zur Ausstellung And Berlin Will Always Need You

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Kunsthandwerkliche Prozesse spielten schon immer eine zentrale Rolle in der bildenden Kunst und werden in der Ausstellung And Berlin Will Always Need You besonders hervorgehoben. Moderiert von der Ko-Kuratorin der Ausstellung, Natasha Ginwala, lädt die Diskussion Interweavings and Materialities die ausstellenden Künstler*innen Alice Creischer, Andreas Siekmann und Willem de Rooij ein, zusammen mit Kuratorin und Textilexpertin Rike Frank sowie mit der Forscherin und Kuratorin Paz Guevara Fragen der kollektiven Urheberschaft, der Kulturwirtschaft und die Rolle der Abstraktion im Kunsthandwerk zu diskutieren.

Das Restaurant Beba im Gropius Bau hat nach der Diskussion bis 22:30 geöffnet. Es sind Getränke und Snacks erhältlich.

Alice Creischer und Andreas Siekmann arbeiten seit den 1990er Jahren zusammen an Projekten, die politische Veränderungen der Globalisierung erforschen. Die in And Berlin Will Always Need You gezeigte Installation Las trabajadoras de Brukman, 2004-2006, wurde in Zusammenarbeit mit den Brukman Arbeiter*innen erstellt und vermittelt ein Bild der Bedingungen innerhalb der Kleidungsindustrie und des kulturellen Aktivismus in Argentinien.

Rike Frank ist Kuratorin und Autorin. Ihre Praxis untersucht insbesondere die zentrale Rolle von Textilien in der zeitgenössischen Kunst und Kunstgeschichte. Ihr langjähriges Forschungs- und Ausstellungsprojekt Textiles: Open Letter war ein zentraler Bezugspunkt bei der Recherche für die Ausstellung And Berlin Will Always Need You.

Natasha Ginwala ist die Ko-Kuratorin der Ausstellung And Berlin Will Always Need You. Neben ihrer Arbeit im Gropius Bau ist sie künstlerische Leiterin des interdisziplinären Festivals Colomboscope in Sri Lanka und zusammen mit Defne Ayas künstlerische Leiterin der kommenden Gwangju Biennale 2020.

Paz Guevara ist Kuratorin, Forscherin und Autorin. Sie arbeitet derzeit am Langzeitprojekt Kanon-Fragen des HKW. Sie war Ko-Kuratorin des lateinamerikanischen Pavillons bei der 55. und 54. Venedig Biennale. Guevara ermöglichte die Zusammenarbeit von Olaf Holzapfel mit der indigenen Wichi-Gemeinschaft, was zu den gewebten Chaguarbilder führte, die derzeit im Gropius Bau ausgestellt sind.

Willem de Rooij untersucht in seinen Arbeiten die Kontextualisierung, Interpretation und Produktion von Bildern. Seine drei großformatigen Webarbeiten in der Ausstellung wurden in Zusammenarbeit mit Ulla Schünemann in der Handweberei Henni Jaensch-Zeymer in Geltow bei Potsdam hergestellt. Seit 2006 ist De Rooij Professor an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er ist einer der Gründer des 2016 initiierten BPA // Berlin Program for Artists.