Still from Arrebato by Iván Zulueta

Still from Arrebato by Iván Zulueta

© Bildstörung

Film
Revolverkino im Gropius Bau

Arrebato

Alltagsflucht – Paranoia – Obsession

Mittwoch, 22.05.2019
Der Firmling, R: Karl Valentin, DE 1934, 35mm
Mauvaise Graine, R: Billy Wilder, FR 1934, 16mm, frz.OmeU

Donnerstag, 23.05.2019
Coda, R: Fulvio Baglivi, IT 2016, 35mm
L'orizzonte, R: Raffaele Andreassi, IT 1969, 35mm
Flashback, R: Raffaele Andreassi, IT 1969, 35mm, ital. OF
Gespräch: Fulvio Baglivi

Freitag, 24.05.2019
Kunstkammer
R: Carlos Escolano, ES 2013, digital, span. OmeU
Arrebato
R: Iván Zulueta, ES 1979, 35mm, span. OmU

Jeden Monat an drei Abenden in Folge quer durch die Filmgeschichte, Formate und Genres: Die Filmzeitschrift Revolver zeigt im Gropius Bau, was Kino sein kann.

Sehen wir den Film – oder schaut der Film uns an? Das Programm Alltagsflucht – Paranoia – Obsession – Mediterrane Meisterwerke wurde vom Filmkollektiv Frankfurt e.V. (Svetlana Svyatskaya, Felix Fischl, Gary Vanisian) kuratiert und stellt die Frage nach dem Kino als Ort der Bewältigung von persönlichen wie kollektiven Existenzkrisen.

Am ersten Abend läuft das Regiedebüt von Billy Wilder, Mauvaise Graine (1934), das er auf seiner Flucht aus Deutschland in die USA in Frankreich inszenierte. Vorab wird Karl Valentins und Liesl Karlstadts Groteske Der Firmling (1934) gezeigt.

Am zweiten Abend wird mit Flashback (1969) von Raffaele Andreassi ein Ausnahmewerk der italienischen Filmgeschichte zu sehen sein: ein assoziativer, bildgewaltiger Strom von Erinnerungen eines deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Revolverkino zeigt eine restaurierte 35mm-Kopie aus dem Archiv des Centro Sperimentale di Cinematografia – Cineteca Nazionale; im Anschluss findet außerdem ein Gespräch mit Fulvio Baglivi statt, Filmemacher und Herausgeber einer Publikation über Andreassi.

Der letzte Abend der Reihe ist dem spanischen Kultfilm Arrebato von Iván Zulueta aus dem Jahr 1979 gewidmet. Der Film entführt die Zuschauer*innen auf einen rätselhaften psychedelischen Trip in die Abgründe der kinematografischen Obsession und changiert dabei meisterhaft zwischen Horror- und Experimentalfilm.