Robert Lippok & Lucas Gutierrez: „Non-face“

Robert Lippok & Lucas Gutierrez: „Non-face“. Fulldome-Video mit Sound

© Robert Lippok & Lucas Gutierrez

Fulldome
The New Infinity

Robert Lippok & Lucas Gutierrez

Non-face

In ihrer ersten gemeinsamen Fulldome-Arbeit erforschen der Klangkünstler Robert Lippok und der Digitalkünstler Lucas Gutierrez unmögliche Objekte – Gegenstände, die zwar realistisch aussehen, aber in der physischen Welt unmöglich existieren können.

17.9.2019, 20:00
Artist Talk mit Robert Lippok, Lucas Gutierrez & Natalie Koerner
Kunstquartier Bethanien, Studio 1

Nicht-mannigfaltige Geometrien beschreiben „Fake-Objekte“ – Gegenstände, die zwar realistisch aussehen, aber in der physischen Welt unmöglich existieren können und die in der digitalen Realität ihre sinnliche Plausibilität entfalten. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist etwa das Penrose-Dreieck, dessen drei Balken jeweils im rechten Winkel zueinander zu stehen scheinen und dennoch zu einem Dreieck verbunden sind. In der 3D-Animation treten solche Objekte regelmäßig durch sogenannte Mesh-Fehler in Erscheinung. Für ihre erste gemeinsame Fulldome-Arbeit identifizieren der Klangkünstler Robert Lippok und der Digitalkünstler Lucas Gutierrez diese häufig auftretenden Fehler in ihrer eigenen künstlerischen Praxis und entwickeln Datenstrukturen zur Erforschung dieser phantastischen Objekte. Ihre Arbeit erzeugt andersartige Dimensionalitäten und kreiert neue topologische Verbindungen. Ohne das Innere und Äußere dieser unmöglichen Objekte zu bestimmen, macht sie die akustischen und visuellen Grenzen des dreidimensionalen Raums erfahrbar. Dafür verwendet die Komposition simulierte Echos in physischen und virtuellen Räumen. Verschiedene Methoden des traditionellen Instrumentenbaus dienen zur Transkription der virtuellen Geometrien als musikalische Muster, die Notensequenzen und die Echtzeit-Emulationen verschiedener Klangquellen zu vielschichtigen Texturen verweben.

Video Lucas Gutierrez
Musik Robert Lippok
Cello Elif Dimli, Anil Eraslan
Kuratorische Beratung Natalie Keppler

Eine Koproduktion mit dem Planetarium Hamburg