Ausstellungsansicht „The Black Image Corporation. Theaster Gates“, 2019

Foto: Mathias Völzke, Courtesy: Johnson Publishing Company, LLC and Fondazione Prada

Diskussion

Gazing Into the Void

Mac Folkes im Gespräch mit Peggy Kurka

Anlässlich der Ausstellung The Black Image Corporation. Theaster Gates diskutieren Mac Folkes und Peggy Kurka, wie die Erfahrung von Leere das Selbstbild prägt – und Einfluss auf Identität sowie Identitätspolitik nimmt.

  • 90 min
  • In englischer Sprache

Landschaften – ob natürlich oder vom Menschen geschaffen – weisen Leerstellen auf. Wir haben die Tendenz, diese Lücken zu füllen und sie mit Dingen zu besetzen, die nützlich und produktiv sind. Die Ausstellung The Black Image Corporation, konzipiert von Theaster Gates, thematisiert den Mangel an progressiver Schwarzer Repräsentation in der Kultur- und Medienlandschaft der Vereinigten Staaten und präsentiert afrozentrische Artefakte aus dem Archiv der Johnson Publishing Company. Die bei Johnson Publishing erschienenen Zeitschriften Ebony und Jet füllten seit Beginn der 1950er Jahre dabei längst nicht nur eine Lücke: Indem sie den Schwarzen Blick wieder in den Mittelpunkt rückten, wurden sie auch zu korrigierenden Prüfsteinen und einem zeitgenössischen Spiegel einer historisch kaum sichtbaren Gemeinschaft.

Obwohl Mac Folkes und Peggy Kurka beide in den Bereichen Fashion und Beauty arbeiten, unterscheidet sich ihre Sicht auf und Beziehung zu Blackness. Mac Folkes wuchs in der von den Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung geprägten „Black is Beautiful“-Ära in New York City auf; Peggy Kurka wurde dagegen mit afrodeutschen Wurzeln im sozialistischen Ostberlin groß. Im Rahmen des Gesprächs im Gropius Bau vergleichen und kontrastieren sie das Leben mit der Leerstelle Schwarzer Sichtbarkeit in Medien und Kultur – und darüber hinaus.