Otobong Nkanga, „Preliminary Recipe for a Support System“. (2016/17), digitale Zeichnung, Collage und Acryl auf Papier, 42 × 28 cm © Otobong Nkanga

Otobong Nkanga, „Preliminary Recipe for a Support System“. (2016/17), digitale Zeichnung, Collage und Acryl auf Papier, 42 × 28 cm

© Otobong Nkanga

Vortrag und Gespräch

Pioneers of Environmental Art

Mit Lauren Bon und Newton Harrison

Teil von „Carved to Flow: Germination“ von „In House: Artist in Residence“ Otobong Nkanga, ko-kuratiert mit Maya Tounta

Lauren Bon und Newton Harrison sprechen im Gropius Bau über ihre künstlerische Praxis und das Potenzial von Kunst, in Zeiten schwindender Biodiversität Einfluss auf Lebens-und Ökosysteme zu nehmen. Auf die Vorträge folgt ein Gespräch, das die diesjährige Artist in Residence Otobong Nkanga und Maya Tounta moderieren.

  • In englischer Sprache

Das Restaurant Beba im Gropius Bau wird nach der Veranstaltung noch bis 22:00 geöffnet sein.

In einer Zeit des Massenaussterbens und zunehmenden gesellschaftlichen Wandels verhandeln Lauren Bon und Newton Harrison Kunst als Möglichkeit diesem Aussterben zu begegnen und Lösungen zu entwickeln, die Biodiversität und Gemeinschaften stärken. Die Künstler*innen untersuchen das Potenzial der Kunst, einen echten Einfluss auf Lebens- und Ökosysteme zu haben, und stellen ein Modell der kollaborativen und disziplinübergreifenden Gestaltung vor, dessen Dringlichkeit nachhallt. Diese umfangreiche, sich selbst tragende Art der Arbeit erinnert an Otobong Nkangas Projekt Carved to Flow, das – trotz einer anderen Ausrichtung – darauf abzielt, sich zu emanzipieren, um neue Unterstützungssysteme zu schaffen.

Newton Harrison arbeitete von 1969 bis 2012 mit seiner Frau Helen Mayer Harrison (1927–2018) zusammen und setzt das künstlerische Schaffen des gemeinsamen Studios seit ihrem Tod fort. Ursprünglich darauf ausgerichtet, die Erhaltung des Lebens- und Ökosystems voranzutreiben und ökologische Schäden abzumildern, hat sich ihre Arbeit seit 2007 insbesondere auf die aktive Bekämpfung der von Menschen verursachten Zerstörung verlagert. Harrison und sein Team, das derzeit am Center for the Study of the Force Majeure an der University of California Santa Cruz angesiedelt ist, entwickeln weiterhin groß angelegte, reaktive Projekte auf der ganzen Welt.

Lauren Bon und ihr Metabolic Studio untersuchen sich selbst tragende und diversifizierende Austauschsysteme, die entstehende Prozesse für die Regeneration des Lebens-und Ökosystems nähren. Ihr laufendes Projekt Bending the River zielt darauf ab, den Los Angeles River wieder mit dem Los Angeles State Historic Park und dem New Albion Riverside Park zu verbinden und den Fluss als tragendes Lebens-und Ökosystem zu stärken.

18:00 Vortrag von Newton Harrison
19:30 Vortrag von Lauren Bon
Gefolgt von einem Gespräch zwischen Lauren Bon und Newton Harrison, moderiert von Otobong Nkanga und Maya Tounta