Ausstellung

Dirk Reinartz

Innere Angelegenheiten – Fotografien

17. Oktober bis 15. Dezember 2003

Plakat zur Ausstellung „Dirk Reinartz. Innere Angelegenheiten“

Plakat zur Ausstellung „Dirk Reinartz. Innere Angelegenheiten“

Straßen, Plätze und Gebäude geben dem öffentlichen Leben eine Form. Aber was sind Straßen, Plätze und Gebäude, auf oder in denen kein öffentliches Leben stattfindet? Öde Orte, trostlose Areale, unwirtliches Terrain. Die Ausstellung zeigt, wie Menschen die Umgebung eingerichtet haben, in der sie leben und empfinden sollen. Die Bilder erzählen von den Menschen, die auf ihnen nicht zu sehen sind, vom Leben, das auf ihnen nicht stattfindet, von Erwartungen und Sehnsüchten, die in vorschriftsmäßig angelegten Wüsteneien begraben sind.

Dirk Reinartz hat die Fotografien in den Jahren 1989 bis 2002 in ganz Deutschland aufgenommen, aber sie erscheinen ganz und gar zeitlos. „Innere Angelegenheiten“ ist eine Farbserie in Fortführung seines Schwarzweiß-Projekts „Kein schöner Land“. Eine Ausstellung voller überraschender Details und kleiner Geschichten über eine ordentliche Republik.

Der Fotograf Dirk Reinartz, geboren 1947 in Aachen, ist seit 1998 Professor für Fotografie an der Muthesius-Hochschule in Kiel. Im Steidl-Verlag erschienen seine Bücher „Kein schöner Land“, „Bismarck – vom Verrat der Denkmäler“, „Besonderes Kennzeichen: deutsch, Künstler, Afangar“ (mit Richard Serra), „totenstill“, „Deutschland durch die Bank“ und „Bismarck in America“.

Veranstalter: Berliner Festspiele