Ausstellung

Art Spiegelman

»Kisses From New York«

13. Juli bis 17. September 2003

Mit Unterstützung von DIE ZEIT. Die in Deutschland erstmalig präsentierte Ausstellung „Kisses from New York“ zeigte eine Auswahl der Cover-Zeichnungen und Bilder von Art Spiegelman für das legendäre amerikanische Magazin The New Yorker.

Kurz nach dem 11. September war auf dem New Yorker ein vollkommen schwarzes Cover zu sehen. Nur schemenhaft konnte man darauf die zwei Zwillingstürme des World Trade Center erkennen. Fast ein Jahr später erschien anlässlich des amerikanischen Nationalfeiertags am 4. Juli eine Titelzeichnung, die einen bettlägerigen Kranken zeigte, der sich statt des traditionellen Feuerwerks einen Atompilz über Manhattan vorstellte. Diese und viele andere Titelblätter des amerikanischen Comic-Zeichners Art Spiegelman haben Geschichte geschrieben! Hier zeigt sich der Künstler als gesellschaftlicher Störenfried und Kritiker, als Kommentator aktueller Ereignisse. Nicht selten entzündeten sich um seine Illustrationen kontrovers geführte Debatten.

Als ein ebenso ironischer wie bissiger Kommentar liest sich der in der Ausstellung gezeigte Comic-Strip „Im Schatten keiner Türme“ („In the Shadows of No Towers“), der die Geschehnisse in den USA seit dem 11. September aus mehreren Perspektiven beleuchtet und erstmalig in Deutschland veröffentlicht wurde.

Weltbekannt geworden ist Art Spiegelman mit seinem Comic „Maus: Die Geschichte eines Überlebenden“, in dem er die Verfolgung der Juden durch die Nazis in einer Fabel nacherzählt. Dafür wurde er, als bisher einziger Comic-Zeichner, 1992 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Von 1993 bis 2003 arbeitete Art Spiegelman für den New Yorker. Eine Ausstellung im Rahmen des Internationalen Berliner Comicfestival 2003.

Veranstalter: Neue Gesellschaft für Literatur e.V. / Berliner Comicfestival und La Centrale dell’Arte – International Art Exchange. Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt von: Bundeszentrale für politische Bildung; Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin; DIE ZEIT, Hamburg.