Ausstellung

The American Scene 2000

Fotografen und Schriftsteller porträtieren die USA

6. Juni bis 24. August 2003

Plakat zur Ausstellung „The American Scene 2000“

Plakat zur Ausstellung „The American Scene 2000“

Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau stellte eine beeindruckende und in ihrer Vielfalt einzigartige Dokumentation des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Amerika an der Schwelle zum 21. Jahrhundert dar. Von 1995 bis 2000 beauftragte James Enyeart, einer der führenden Fotokunst-Experten und Museumskuratoren Amerikas, 35 prominente amerikanische Fotografen und 15 anerkannte Schriftsteller damit, Werke zu schaffen, die den Kulturschauplatz Amerika an der Jahrtausendwende reflektierten.

Die Ausstellung umfasste über 160 einzelne Fotoarbeiten sowie eine Anzahl von Hör- und Lesestationen, in denen die Besucher die Gelegenheit hatten, die Lyrik und Prosa der einzelnen Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu lesen und deren eigene Aufzeichnungen zu hören.

Zu den Fotografen gehörten so herausragende, vielfach international ausgezeichnete Künstler wie William Christenberry, Lee Friedlander, Mary Ellen Mark, Stephen Shore und Joel Sternfeld. Zu den Schriftstellern zählten die Pulitzer-Preisträgerin Jorie Graham, die mit dem American Book Award ausgezeichneten Autoren Linda Hogan und Charles Wright, die MacArthur Fellows Jay Wright und Ann Lauterbauch sowie Poet Laureate of the United States Robert Hass.

Dieses Projekt war eine markante visuelle und literarische Bestandsaufnahme Amerikas, ohne einer spezifischen Thematik oder politischen oder gesellschaftlichen Agenda zu folgen; die Vielstimmigkeit lud vielmehr zu einer Neudefinition des Begriffs „dokumentarisch“ ein. Unter den Themen, die vorgestellt wurden, waren Vielfalt und Mobilität der amerikanischen Gesellschaft, das Leben in der Familie, die Kraft von Tradition und Ritualen, die Suche nach Gemeinschaft, die Einwanderungsproblematik, das Konsumverhalten, das Altern und die spirituelle Kontinuität. Es war nie Absicht des Projektes die amerikanischen Werte und den Lebensstil ausführlich darzustellen. Ziel war vielmehr, die Künstler zu ehren, ihnen das letzte Wort an der Wende zum neuen Jahrtausend zu überlassen.

Veranstalter: Berliner Festspiele und Kulturabteilung der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. Eine Ausstellung des Museum of Photographic Arts, San Diego in Kooperation mit dem Ann and John Marion Center for Photographic Arts, College of Santa Fe. Ermöglicht durch: James L. Knight Foundation, Harold and Esther Edgerton Family Foundation, Burnett Foundation, The National Endowment for the Arts und KODAK GmbH.
Kurator: James Enyeart
Ausstellungsstationen: San Diego: Museum of Photographic Arts, Berlin: Martin-Gropius-Bau