Ausstellung

Menschen ⠂Zeiten ⠂Räume

Archäologie in Deutschland

6. Dezember 2002 bis 30. März 2003

Plakat zur Ausstellung „Menschen ⠂Zeiten ⠂Räume“

Plakat zur Ausstellung „Menschen ⠂Zeiten ⠂Räume“

Die große Ausstellung präsentierte die spektakulärsten und spannendsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen 25 Jahre aus allen 16 Bundesländern. Mehr als 5000 Funde illustrierten die Erd- und Menschheitsgeschichte von den Fossilien der Urmeere bis ins 20. Jahrhundert Das unkonventionelle Gestaltungskonzept dieser Ausstellung verließ gewohnte Pfade. Es war eine Archäologie-Schau der anderen Art, die den Besucher in eine faszinierende Welt zwischen Vergangenheit und Zukunft führte.

Zu den zahlreichen Höhepunkten der Paläontologie zählten imposante Fossilien der Grube Messel oder erste Skelettreste eines Raubsauriers aus Deutschland. Spannende Neufunde von Neandertalern, Brunnen aus der Jungsteinzeit, Schatzfunde aus der Bronzezeit und reiche Gräber aus der Eisenzeit beleuchteten die vorgeschichtlichen Epochen. Sensationell waren die keltischen Fürstengräber von Hochdorf und vom Glauberg. Als weitere interessante Themen wurden die berühmte Varus-Schlacht bei Kalkriese, die germanischen Fürstengräber von Hagenow und Gommern, die frühmittelalterliche Siedlung von Lauchheim und die Grabungen im mittelalterlichen Lübeck präsentiert. Durch Ausgrabungen erschlossene Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg erhellten die jüngste Vergangenheit.

Das Fach Archäologie zeigte sich als moderne Wissenschaft in all seinen Disziplinen. Die besonderen Bedingungen der Unterwasserarchäologie wurden ebenso dargestellt wie die Möglichkeit der Prospektion aus der Luft, der Erkenntnisgewinn großflächiger Siedlungsgrabungen, die Bedeutung der Stadtkernarchäologie oder die Aussagekraft der Montanarchäologie. Neueste Restaurierungstechniken, Datierungs- sowie Prospektionsmethoden ermöglichen einen detaillierten Blick in die Vergangenheit. An der Vorbereitung der Ausstellung waren mehr als 50 Wissenschaftler aus Denkmalpflege, Museen und Universitäten aller 16 Bundesländer beteiligt. Mit fast 125 000 Besuchern fand die Ausstellung großes öffentliches Interesse. Begleitend erschien ein Katalog im Konrad Theiss Verlag.

Veranstalter: Staatliche Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Museum für Vor- und Frühgeschichte und der Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland e.V. Ermöglicht durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und die Beiträge der Länder der Bundesrepublik Deutschland.
Kuratoren: Wilfried Menghin mit Rainer-Maria Weiss, Berlin
Schirmherrschaft: Johannes Rau, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
Ausstellungsstationen: Berlin: Martin-Gropius-Bau, Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepblik Deutschland