Auszug aus der Komposition No. 359, Anthony Braxton

Auszug aus der Komposition No. 359, Anthony Braxton

Konzert

Anthony Braxton’s Sonic Genome

Zur Eröffnung des Jazzfest Berlin 2019 verwandelt Anthony Braxton gemeinsam mit 60 Musiker*innen aus Australien, Deutschland, UK und USA den Gropius Bau für sechs Stunden in einen musikalischen Erfahrungskosmos.

Anthony Braxton’s Sonic Genome

Deutschlandpremiere

Der Komponist, Multiinstrumentalist und Pädagoge Anthony Braxton ist eine überragende Größe in der Musikszene. Sein ungeheures Interesse an allen Klangdisziplinen verbindet er mit einem starken gesellschaftlichen Engagement. Als eines der ersten Mitglieder der Chicagoer Association for the Advancement of Creative Musicians setzte er im Lauf seiner Karriere bereits ausgesprochen ambitionierte Projekte um, die nur durch Zutun seines umfänglichen Zirkels aus Kolleg*innen und Anhänger*innen realisiert werden konnten. Kaum eines davon war jedoch so ambitioniert wie die immersive Durational Performance „Sonic Genome“. Nach einer mehrtägigen Probenphase wird das Werk in Berlin erst zum dritten Mal überhaupt aufgeführt, wobei 14 Musiker*innen aus Braxtons engstem Umfeld sowie 45 Musiker*innen aus der diversen Musikszene Berlins (darunter Vertreter*innen der Echzeitmusikszene und Mitglieder vom Andromeda Mega Express Orchestra, Trickster Orchestra und KIM Collective) und sechs Mitglieder des Australian Art Orchestra an der transatlantischen Kooperation beteiligt sind. Über einen Zeitraum von sechs Stunden werden sich mehrere kleine Ensembles unter der Leitung von Mitgliedern aus Braxtons engerem Umfeld mit bis zu 450 seiner Kompositionen beschäftigen sowie mit seinem improvisatorischen Prinzip „Ghost Trance Music“, wobei sie von Werk zu Werk wechseln und das Spiel benachbarter Gruppen aufnehmen oder eben auch ignorieren können. Wie lebendige Organismen spalten sich die Gruppen auf, bewegen sich durch den weiträumigen Gropius Bau und schließen sich in anderen Besetzungen wieder zusammen, verbinden sich zu kleinen Zellen oder zum dirigierten Großensemble. Auch die Besucher*innen bewegen sich frei im Raum und entscheiden selbst, welchen neuen oder kombinierten Zusammensetzungen sie zuhören möchten.

Anthony Braxton’s Sonic Genome Deutschlandpremiere

Anthony Braxton, James Fei & Chris Jonas conductors
Kyoko Kitamura vocals
Anne Rhodes vocals
Georgina Darvidis vocals
Cymin Samawatie vocals
Defne Sahin vocals
Cansu Tanrikulu vocals
Dora Osterloh vocals

Jean Cook violin
Lizzy Welsh violin
Fabiana Striffler violin
Erica Dicker violin, baritone violin
Gregoire Simon violin
Jessica Pavone viola
Anil Eraslan cello
Isabelle Klemt cello
Judith Hamann cello
Chris Dahlgren double bass, viola da gamba
Jacques Emery double bass
Antonio Borghini double bass
Ralf Schwarz double bass

Aviva Endean clarinet, flute
Sabine Vogel flutes
Vincent Bababoutilabo flutes
Susanne Fröhlich bass recorder flute
Tilmann Dehnhard flutes
Mona Matbou Riahi clarinet
Anat Cohavi clarinet
Michael Thieke clarinet
Milian Vogel bass clarinet
Davide Lorenzon clarinet, sax
Viktor Wolf clarinet, sax
Ingrid Laubrock saxes
Andrew Raffo Dewar saxes
Paul Berberich sax
Daniel Glatzel sax
André Vida baritone sax
Sara Schoenbeck bassoon
Katie Young bassoon

Peter Knight trumpet
Brad Henkel trumpet
Johannes Böhmer trumpet
Magnus Schriefl trumpet
Till Künkler trombone
Matthias Müller trombone
James Macauley trombone
Hilary Jeffery trombone
Robin Hayward tuba
Dan Peck tuba

Naoko Kikuchi koto
Bassem Alkhouri kanun
Mahan Mirarab oud, guitar
Kalle Zeier e-guitar
Julia Wacker harp
Adam Matlock accordion
Alexander Hawkins piano, melodica
Niko Meinhold piano
Maria Schneider vibraphone, percussions

Anthony Braxton’s Sonic Genome

Aufzeichnung vom Donnerstag, 31. Oktober, 19:30–01:30

Live aus dem Gropius Bau

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Gropius Bau

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