Elliot Galvin, Signe Emmeluth, Zbigniev Kosera, Katharina Ernst, Mia Dyberg, Kobe Boon

Elliot Galvin, Signe Emmeluth, Zbigniev Kosera, Katharina Ernst, Mia Dyberg, Kobe Boon

© Dave Stapleton, Peter Gannushkin, Promo, Michael Breyer, Jan Granlie, Maarten Geukens

Konzert

Elliot Galvin / melting pot

Am Freitagabend sind im A-Trane der britische Pianist Elliot Galvin mit einem Solokonzert und die europäische Kooperationsinitiative melting pot zu erleben, die seit 2013 junge Improvisationsmusiker*innen zusammenbringt.

Elliot Galvin

Er ist zwar noch nicht einmal 30 Jahre alt, aber der britische Pianist Elliot Galvin hat die britische Jazzszene bereits maßgeblich beeinflusst, ob als Gastmusiker bei Laura Jurds Dinosaur oder Emma-Jean Thackrays Walrus, im Duo mit dem Saxofonisten Binker Golding oder als Leader seines eigenen Trios. Galvin ist zwar der musikalischen Tradition des Jazz eng verbunden, lässt in seiner Musik aber auch Raum für Einflüsse aus zeitgenössischer Klassik (Helmut Lachenmann, Harrison Birtwistle) und Hip-Hop. Galvin setzt sich über Genregrenzen hinweg: Musikalische Neugier und atemberaubende Präzision kennzeichnen seine Musik ebenso wie Humor, Gefühl und eine geradezu beiläufige Virtuosität. Auf seinem kürzlich erschienenen Album „Modern Times“ trat sein Interesse an elektronischen Experimenten vorläufig in den Hintergrund. Er entwickelte einen akustischen Trio-Sound, der an den eklektischen Spirit des amerikanischen Trios The Bad Plus erinnert, dabei aber ohne überflüssige Verzierung auskommt und sich ganz darauf verlässt, dass die instinktive Raffinesse seiner bewährten Mitspieler dem Ganzen Witz und Energie verleiht. Der Zeitschrift Down Beat sagte er: „Ich versuche in jeder Situation, einfach mit einer Klangvorstellung zu reagieren, von der ich glaube, dass sie funktioniert, anstatt zu sehr zu analysieren und mich dadurch einzuschränken, dass ich die Dinge in Schubladen stecke.“

Elliot Galvin bei YouTube

melting pot

Creation

Die europäische Kooperationsinitiative melting pot bringt seit Jahren immer wieder diverse Gruppen junger Improvisationsmusiker*innen zusammen, die ohne lange Probenzeit neue Ensembles bilden. In diesem Jahr arbeiten das Jazzfest Berlin, Handelsbeurs Concertzaal, Jazztopad, Nasjonal jazzscene und das Internationale Jazzfestival Saalfelden zusammen, wobei jede*r Veranstalter*in eine*n Musiker*in aus der eigenen Region zur Teilnahme einlädt. Saxofonistin Mia Dyberg (Berlin), Schlagzeugerin Katharina Ernst (Saalfelden), Bassist Kobe Boon (Gent), Bassist Zbigniew Kozera (Breslau) und Saxofonistin Signe Emmeluth (Oslo) – allesamt Musiker*innen mit unverwechselbaren Charakteren – trafen im August in Saalfelden zum ersten Mal aufeinander. Der große Reiz und die Besonderheit der Improvisation liegen darin, dass sich ganz unterschiedliche Künstler*innen ohne den Zwang gemeinsamer Kontexte zusammentun können; dass fünf Musiker*innen, die einander zumeist nicht kennen, unterschiedliche Stile und Herkunftsgeschichten symbolisch überbrücken, um etwas Neues zu entwickeln.

21:00
Elliot Galvin

Elliot Galvin piano

Pause

22:20
melting pot Creation

Mia Dyberg sax (Berlin)
Signe Emmeluth sax (Oslo)
Kobe Boon bass (Ghent)
Zbigniew Kozera bass (Wroclaw)
Katharina Ernst drums (Saalfelden)

melting pot ist entstanden in Zusammenarbeit mit

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