Leïla Martial BAA Box

Leïla Martial BAA Box

© Dag Alveng

Konzert

Leïla Martial BAA Box

Zum Abschluss des Jazzfest Berlin ist die französische Sängerin Leïla Martial in einer Deutschlandpremiere mit ihrem Trio Baa Box im Quasimodo zu erleben.

Leïla Martial BAA Box

Detuschlandpremiere

Vor zehn Jahren stand die vielseitig talentierte Französin Leïla Martial an einem Scheideweg und gab schließlich der Musik den Vorzug vor der Schauspielerei. Wie sie mit ihrem Trio Baa Box (benannt nach dem Blöken von Schafen) jedoch eindrücklich unter Beweis stellt, hat sie sich ein gehöriges Maß an Theatralität erhalten: Spielerisch schickt sie ihr gesangsakrobatisches Repertoire aus oft wortlosem Gurren, Schreien, stimmlichen Sinkflügen und Grunzgeräuschen auf eine magische Reise in ein Land, wo kein Genre existiert. Unterstützt von den tanzbaren Rhythmen des Schlagzeugers Eric Pérez und den strahlenden Klangfarben und Kontermelodien des Gitarristen Pierre Tereygeol impft Martial ihren elastischen Strukturen, die live durch originelle Looptechniken erzeugt werden, ein sprudelndes Pop-Gefühl ein. Auf „Warm Canto“, dem kürzlich erschienenen Album des Trios, lassen sich in den überbordenden Arrangements ohne weiteres Einflüsse von wagemutigen Gesangsexperimentalist*innen wie Björk, Camille und Maria João vernehmen, wobei Spielfreude und musikalische Abenteuerlust zuweilen über die subtile Virtuosität der Gruppe hinwegtäuschen. Martial und ihre Bandkollegen verstehen den Jazz als eine Plattform, auf der sie neue melodische und rhythmische Ideen ausprobieren können. Sie feilen so lange an ihren täuschend einfachen Songs, bis sie zu strahlen beginnen und ihr Publikum begeistern und überraschen.

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Leïla Martial BAA Box (FR) Deutschlandpremiere

Leïla Martial lead vocals, glockenspiel
Pierre Tereygeol guitars, vocals
Eric Perez drums, vocal bass, guitar, sampler