Plakat zur Ausstellung „Barock im Vatikan – Kunst und Kultur im Rom der Päpste“

Plakat zur Ausstellung „Barock im Vatikan – Kunst und Kultur im Rom der Päpste“

Ausstellung

Barock im Vatikan

Kunst und Kultur im Rom der Päpste

12. April bis 10. Juli 2006

Aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung des Petersdoms am 18. April 1506 zeigte der Martin-Gropius-Bau die Ausstellung „Barock im Vatikan. Kunst und Kultur im Rom der Päpste“. In der Ausstellung wurden über 300 Kunstwerke gezeigt: Die teilweise erstmals ausgeliehenen Kunstwerke der Kooperationspartner im Vatikan, der Biblioteca Apostolica Vaticana, der Fabbrica di San Pietro und der Musei Vaticani wurden ergänzt durch Leihgaben aus zahlreichen europäischen Sammlungen.

Die Bau- und Ausstattungsgeschichte von St. Peter in Rom zog sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Sektionen. Am Bau beteiligt waren die berühmtesten Künstler jener Epoche, darunter Michelangelo, Bernini, Borromini, Sacchi, Guercino und Reni. Gianlorenzo Bernini und seine wichtigen Projekte für St. Peter – Baldachin, Cathedra, Papstgräber und Platzanlage – wurden in der Ausstellung durch Zeichnungen, Modelle, Bozzetti und Skulpturen gezeigt. Da die Altarbilder der Peterskirche heute durch Mosaikkopien ersetzt sind, wurden sie bislang wenig beachtet.

Die Originale waren in Berlin „neu“ zu entdecken, darunter Poussins Martyrium des Heiligen Erasmus aus der Pinacoteca Vaticana oder Sacchis Gemäldezyklus für die Vierungsaltäre aus dem Besitz der Bauhütte von St. Peter. Barocke Kunst wirkt im Zusammenspiel von Architektur, Malerei und Skulptur, im wohlüberlegten Zusammenwirken von Licht, Material und Farbigkeit. Die Ausstellung unternahm es, dies durch die Einbeziehung unterschiedlicher Medien wie Gemälde, Skulpturen, Bildteppiche, Paramente, Bücher, Stiche und Zeichnungen für den Besucher erlebbar zu machen. Dabei wurden die großen Aufgaben päpstlichen Mäzenatentums, aber auch die Auftraggeberschaft von Kardinälen und Orden, konzentriert auf die wichtigsten (und schönsten) Beispiele, vorgestellt.

Getreu der Kunsttheorie der Epoche wirken Wissenschaften und Kunst ähnlich: Sie sollten bei dem Betrachter stupore, Erstaunen, und meraviglia, Verwunderung, erzeugen. So werde die Neugierde angeregt, der Erkenntnisprozess ausgelöst und gleichzeitig das Vergnügen gewahrt: Dies hatte sich auch die Ausstellung „Barock im Vatikan“ zum Ziel gesetzt. Ein überaus positives und überragendes Echo fand die Ausstellung in insgesamt 157 Beiträgen der regionalen und überregionalen Presse, im Internet sowie in Rundfunk und Fernsehen.

Veranstalter: Berliner Festspiele
Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation mit den Musei Vaticani, der Fabbrica di San Pietro, der Biblioteca Apostolica Vaticana, dem Martin-Gropius-Bau und den Berliner Festspielen, Berlin.
Schirmherrschaft: S.E. Angelo Kardinal Sodano, Staatssekretär seiner Heiligkeit, Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages
Kurator: Arnold Nesselrath (Rom)
Ausstellungsstationen: Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Berlin: Martin-Gropius-Bau