Konzert

Epilog – Gérard Grisey

Die Junge Deutsche Philharmonie und das Ensemble Modern vereinen sich, um Gérard Griseys kompositorisch stringentes und technisch komplexes Hauptwerk zur Aufführung zu bringen. Eine Komposition, mit der der Komponist die Innenwelt der Klänge in ihrer eigenen Umwelt, dem akustischen Raum, systematisch erforschte.

Arthur Köster, Fotografie: Holzmodell Großer Saal der Philharmonie

Arthur Köster, Fotografie: Holzmodell Großer Saal der Philharmonie

© VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Foto: Akademie der Künste, Berlin, Scharoun-Archiv, Nr. 3834 F.222/14 © Akademie der Künste, Berlin

Vergangene Termine

Elf Jahre lang arbeitete Gérard Grisey, der 1998 im Alter von nur 52 Jahren verstorbene Pionier der „Musique spectrale“, an seinem Hauptwerk „Les espaces acoustiques“ – ein sechsteiliger Werkzyklus, der sich über 90 Minuten vom Solostück bis zur großen Orchesterbesetzung entfaltet und dabei den akustischen Raum systematisch ausschreitet . Kompositorisch stringent und technisch komplex, gelang Grisey mit „Les espaces acoustiques“ eine berückende Synthese aus Abstraktion und Sinnlichkeit – jene „Dialektik zwischen Rausch und Form“, die für ihn die Musik ausmachte. Als Satelliten zur Festivalausgabe 2020 präsentiert MaerzMusik in Verbindung mit der Stiftung Berliner Philharmoniker dieses bezwingende Klanggebäude in außergewöhnlicher Besetzung: Mit Griseys Landsmann Sylvain Cambreling steht einer der besten Kenner des Komponisten am Dirigentenpult und vereint die Junge Deutsche Philharmonie und das Ensemble Modern zu einem einzigen, großen Klangkörper.

Programm

Gérard Grisey
Les espaces acoustiques (1974 – 1985)

Prologue
pour alto seul (1976)

Périodes
pour 7 musiciens (1974)

Partiels
pour 18 musiciens (1975)

Modulations
pour 33 musiciens (1976)

Transitoires
pour grand orchestre (1980-1981)

Épilogue
pour quatre cors et grand orchestre (1985)

Stiftung Berliner Philharmoniker in Verbindung mit Berliner Festspiele / MaerzMusik – Festival für Zeitfragen.