A. Livingstone, CHAUD

A. Livingstone, CHAUD. collection of things / actions / relations (2020)

Photo: Nikol Mikus

Performance
Rituals of Care

Antonija Livingstone mit Mich Cota & Gästen: CHAUD

things / actions / relations

„… for a queer divine dissatisfaction: a blessed unrest...“

Antonija Livingstone und Mich Cota bündeln zärtlich ihre Kräfte und gehen Verbindungen mit wilden, ihnen nahe stehenden Materialien ein, um eine kritische Störung von Gebiet, Naturen und Kulturen auszulösen. Gemeinsam mit den Künstler*innen rufen Rauch, Wasser und Erde Beunruhigung hervor.

Begrenzte Platzkapazitäten

Diese Performance zeigt Nacktheit.

CHAUD beinhaltet Sound Design des in Berlin lebenden Komponisten Brendan Dougherty (Economy & Failure) sowie einen Liederzyklus elektronischer Musik, der von Mich Cota in englischer und algonquinischer Sprache mit ihren eigenen Tänzen aufgeführt wird.

CHAUD saugt dich auf ... Dinge fließen und rutschen hier, es ist heiß ... und doch ist alles da, um dich auszulöschen. CHAUD fängt dich, weil die Genauigkeit der Arbeit Ansammlungen und Wiederholungen in ein Manifest verwandelt. CHAUD ist hyperaktuell und verweist auf alle Widersprüche unserer Welt: Klima und sexuelle Identität in Krisen. Alles mischt sich in einer äußerst kontrollierten Störung, in der das Publikum in jeglicher Hinsicht auch Akteur*in ist. Installation, Choreografie, Konzert … das perfekte Hybrid … Dieser Tanz ist außerhalb aller möglichen klassischen Rahmenbedingungen. Hier entsteht eine neue Art der Performance, ohne gefangen zu sein, eine sehr seltene Freiheit …“ — Amélie Blaustein Niddam, toutelaculture

Antonija Livingstone operiert an der Schnittstelle von Performance und gestaltender Kunst und hat dabei eine vielschichtige, kollaborative und feministische künstlerische Praxis entwickelt. Ihre Arbeiten wurden von internationalen Institutionen wie dem HAU Hebbel am Ufer, Berlin; Museu de Arte Moderna, Rio de Janeiro; Museum of Modern Art, Warschau; MAI und Agora, Montreal; American Realness, New York City und dem Fierce Festival, Birmingham beauftragt und gezeigt.

Mich Cota ist eine Two-Spirit Algonquin – eine Transfrau, die über Gemeindegrenzen und Disziplinen hinweg arbeitet und dabei Queerness, die Sichtbarkeit von Transmenschen und das ganze Spektrum von Indigenität zelebriert. Cota erhielt den kanadische Indigenous Voice Award 2018 für das bedeutendste musikalische Werk in alternativem Format.

CHAUD Collection 20 wurde von Agora Montréal für 2020 beauftragt.
Créations in Residence in Ménagerie de Verre, Paris, und Darling Foundry, Montreal, 2018
Sound Design: Brendan Dougherty