Konzert
Matinee

Igor Levit spielt Beethoven (6 von 8)

Die 32 Klaviersonaten in 8 Konzerten

Bürger – Europäer – Pianist. Diese Begriffe prägen Igor Levit nicht nur als Person des öffentlichen Lebens, sondern auch als Künstler. Kunst und Gesellschaft sind für ihn keine getrennten Sphären. Mit diesem Credo begegnet er auch den 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, die er beim Musikfest Berlin 2020 an acht Konzerten spielen wird.

Filmstill aus „Live @ Bimhuis Amsterdam“

Filmstill aus „Live @ Bimhuis Amsterdam“. Igor Levit spielt Ludwig van Beethovens Sonate Nr. 31, op. 110

www.youtube.com/watch?v=TfoAQXKqzJ4

Vergangene Termine

Musikfest Berlin digital – Konzertmitschnitte online
Aufzeichnung des Konzerts in der Digital Concert Hall,
verfügbar am 15. September, 20:00
Aufzeichnung des Konzerts auf Musikfest Berlin on Demand,
verfügbar 16. September, 16:00 – 19. September 15:59

Musik im Gespräch – Künstler*innengespräche online
Igor Levit im Gespräch mit der Musikjournalistin Eleonore Büning,
verfügbar 21. August – 23. September

Igor Levits Geschichte mit Beethoven begann vor 18 Jahren. Damals hörte der 14-Jährige die „Missa solemnis“ und war überwältigt. Kurz darauf studierte er eine der ersten Beethoven-Sonaten, sie begleitete ihn über mehrere Jahre. 2010 nahm er sich vor, alle Klaviersonaten aufzuführen und einzuspielen – er hatte bereits durch eine sensationelle Interpretation der „Diabelli-Variationen“ von sich reden gemacht. 2019 vollendete er die Gesamteinspielung der Sonaten. 2020 stellt er die 32 Werke in der Berliner Philharmonie im Rahmen des Musikfest Berlin vor.

Sie umspannen einen kreativen Zeitraum von einem guten Vierteljahrhundert. Sie beginnen in der Zeit, als Beethoven in Wien als Klaviervirtuose gefeiert wurde, aber Anerkennung als Komponist erstrebte; sie enden nach dem Tod der Frau, die vielleicht seine „Unsterbliche Geliebte“ war, mitten in der Arbeit an der „Missa solemnis“. Beethoven durchmisst den Kosmos dessen, was damals an Sonaten denkbar schien, von den „leichten“ Stücken, die er dem Geschmack und Spielvermögen der Adressat*innen anpasste, bis zu den kühnen Grenzüberschreitungen wie der „Hammerklavier“- oder der letzten c-Moll-Sonate. Levit spielt sie nicht in der Chronologie ihrer Entstehung, sondern stellt Werke unterschiedlichen Typus aus verschiedenen Schaffensepochen einander gegenüber, lässt dabei Werkpaare, die kontrastvoll aufeinander bezogen sind, beisammen. Dialoge sollen entstehen, kein Katalog. Sie verlangen eine gemeinsame Basis, aber vor allem prägnante Differenzen. So schärft sich die Klarheit der Konturen und mit ihnen die Beredtheit von Beethovens Musik.

Konzertprogramm

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Sonate Nr. 15 D-Dur op. 28 „Pastorale“ (1801)

Sonate Nr. 16 G-Dur op. 31,1 (1802)

Sonate Nr. 13 Es-Dur op. 27,1 (1800/01)

Sonate Nr. 14 cis-Moll op. 27,2 „Mondschein“ (1801)

Besetzung

Igor Levit Klavier

Ein Veranstaltungszyklus der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin im Rahmen von BTHVN 2020 mit 8 Veranstaltungen am 25., 30., 31. August und am 8., 10., 13., 19., 20., September.
Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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