Konzert

WDR Big Band Köln ‘Joe Zawinul Project’ / Fredrik Lundin Overdrive ‘Belly-up’

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WDR Big Band Köln ‘Joe Zawinul Project’

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet er im Zawinul Syndicate an einer globalen Sprache, für die Jazz nur ein Bindemittel ist. Joe Zawinul legt Wert darauf, sich mit Musikanten zu umgeben. „Ich sage bewusst Musikant, denn ein Musikant ist ein Musiker, der vom Akademischen weggeht und mit Herz spielt.“ Ein Anspruch, den auch das Personal der WDR Big Band Köln und deren Gäste mit Freude erfüllen. Mit diesem Projekt setzt das Festival ein weiteres vernehmliches Ausrufezeichen hinter die Big Band-Pflege beim WDR.

„Improvisation ist die Kunst, genug Raum zu lassen, um sich frei zu fühlen“ lautet eine weitere musikalische Maxime des Keyboarders Zawinul, der zuerst an der Seite von Cannonball Adderley und Miles Davis von sich reden machte, um dann mit Weather Report Jazzrock-Geschichte zu schreiben. Freiräume hat sich Zawinul auch in seinem Club Birdland in Wien geschaffen, in dem das Projekt auf Berliner Betriebstemperatur gebracht wird.

Fredrik Lundin Overdrive ‘Belly-up’

Am Anfang war es nur eine Kassettenkopie, ein Geschenk von einem Freund: „These are my roots, Clifford Jordan plays Leadbelly“, erinnert sich Saxofonist Fredrik Lundin, der unter dem Titel Belly-up Songs von Huddie Ledbetter covert. Von Ledbetter oder Leadbelly, wie er sich nennen ließ, stammen zahlreiche Vorlagen, die aus dem Song-Thesaurus des Blues und dem was heute ‘Americana’ genannt wird nicht wegzudenken sind.

Lundin lässt sich mit seinen Interpretationen weit in die Zeiten zurückfallen und stattet seine Band Overdrive zuweilen mit dem schrulligen Charme einer Marching Band aus. Unschwer lassen sich Gassenhauer wie Take This Hammer und Goodnight Irene wieder erkennen. Die Arrangements sind bekannten Jazzgrößen wie Paul Gonsalves oder Charles Mingus gewidmet, die alle bei diesem Projekt Pate gestanden haben – sagt Lundin. Der muss es wissen, Dänen lügen nicht.

WDR Big Band Köln ‘Joe Zawinul Project’

Joe Zawinul keyboards, leader
Victor Bailey bass
Nathaniel Townsley drums
Alex Acuña percussion
Heiner Wiberny, Karolina Strassmayer, Olivier Peters, Paul Heller, Jens Neufang saxophones
Andy Haderer, Rob Bruynen, Klaus Osterloh, John Marshall trumpets
Ludwig Nuss, Dave Horler, Bernt Laukamp, Mattis Cederberg trombones
Paul Shigihara guitar

Fredrik Lundin Overdrive ‘Belly-up’

Fredrik Lundin saxes
Krister Jonsson guitar
Henrik Gunde keyboards
Jens Kristian Uhrenholdt double bass
Jonas Johansen drums
Emil De Waal drums
Maj Berit Guassora trumpet
Lis Wessberg trombone
Mia Engsager trombone
Ola Nordquist bass trombone
Klaus Löhrer bass trombone, tuba