Hans Peter Litscher: Ein Käfig ging einen Vogel fangen

Ein Käfig ging einen Vogel fangen. Hans Peter Litscher

© Zora von Westphal

Theater

Ein Käfig ging einen Vogel fangen

Annäherungen an Kafkas Relativitätstheorie

Ein Echokammerspiel von Hans Peter Litscher
mit Klängen von Hans Jörn Brandenburg und Andres Bosshard

Hans Peter Litscher (Paris)

Uraufführung

  • 1 h, ohne Pause

Publikumsgespräch am 15. Januar im Anschluss an die zweite Vorstellung

„Es ist zwar allgemein bekannt, dass Franz Kafka am 24. Mai 1911 einen Vortrag Albert Einsteins über die Relativitätstheorie im physikalischen Institut der Karls-Universität in Prag hörte; auch dass er im gleichen Jahr mit Einstein im Salon der Prager Apothekergattin Berta Fanta verkehrte und mit Einsteins Assistenten Ludwig Hopf Spaziergänge in der Umgebung Prags unternahm. Laut Elsa Einstein soll Kafka in seiner Berliner Zeit Einstein auch manchmal in dessen Wohnung in der Haberlandstraße besucht haben. Doch haben sich bisher außer Walter Benjamin, Gilles Deleuze, Felix Guattari oder Jan Kott so gut wie keine Kafka-Exegeten dafür interessiert, ob – und wenn ja, wie – der Umgang mit Einstein und dessen Denken Kafkas Schreiben beeinflusst hat …“ (HPL)

Nach Recherchen in der Bodleian Library in Oxford und diversen anderen Archiven wird der „Spurensucher“ Hans Peter Litscher in den labyrinthischen Gängen sowie zwischen und hinter den Kulissen des Hauses der Berliner Festspiele versuchen, Kafkas ebenso wie Einsteins revolutionär-bahnbrechende Entdeckungen über Raum und Zeit in seinem Echokammerspiel vor Ort nachhallen zu lassen. Den Zuschauer, der ihn bei diesem Rundgang begleitet, erwarten unter anderen Auszüge aus Kafkas Briefen und Notizheften, Fragmente aus Tagebüchern und Zeichnungen sowie historische Tondokumente und sprechende Prager Dohlen.

„Hans Peter Litscher ist Spezialist für das Obsessive und Ominöse, für die ganz intime Anekdote und die Wahrhaftigkeit des Dokuments.“
taz, 2001

Mit den Stimmen von
Albert Einstein, Jan Kott, Gilles Deleuze, George Tabori, Ueli Jaeggi, Franz Schuh, Veruschka und mehreren sprechenden Prager Dohlen

In Koproduktion mit spielzeiteuropa | Berliner Festspiele
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes