Ausstellung

Raum malen

September / Oktober 2022

Raum malen versammelt eine Vielzahl von zeitgenössischen künstlerischen Positionen, die die materiellen Essenzen von Malerei und deren Verhältnis zum Raum untersuchen. Speziell für die Ausstellung entstandene sowie existierende Arbeiten laden die Besucher*innen ein, Malerei nicht nur visuell, sondern auch physisch zu erfahren.

Schirin Kretschmann, Flagranti (Detail), 2010

Schirin Kretschmann, Flagranti (Detail), 2010

© 2020 Schirin Kretschmann / VG Bild-Kunst Bonn, Courtesy: die Künstlerin, Foto: Schirin Kretschmann

Auch nachdem abstrakte Kunst und Performance den westlichen Malerei-Begriff in Frage gestellt und neue Formate etabliert haben, wird Malerei meist mit Farbe auf Leinwand gleichgesetzt. Was passiert aber, wenn sich diese Farbe von der Leinwand löst und ganze Räume sowie Objekte einnimmt? Viele der in der Ausstellung vertretenen Künstler*innen gehen dieser Frage nach, indem sie Malerei in ihre einzelnen Komponenten zerlegen, auf ein Minimum an Elementen reduzieren, mit Oberfläche und Farbe experimentieren, im gesamten Raum erlebbar machen und so letztlich die Grenzen zwischen Malerei, Installation und Skulptur auflösen. Die Ausstellung fordert die Besucher*innen dazu auf, „mitten ins Bild“ zu treten – und dabei neue Perspektiven auf die Architektur des Gropius Bau zu entdecken.

Kuratiert von Julienne Lorz (Hauptkuratorin, Gropius Bau)