Les articulations de la Reine

Les articulations de la Reine

© Promo

Kammeroper

Les articulations de la Reine – Die Häutungen der Königin

Groteske Kammeroper für belebte Objekte

François Sarhan / Bertrand Raynaud / Fred Pommerehn

Deutschsprachige Erstaufführung

  • 1 h 20 min, keine Pause

Publikumsgespräch am 27. Januar im Anschluss an die Vorstellung

„Sie waren gekommen, um zu herrschen – doch sie wurden gefressen.“

Vermeintlich vertraute Gegenstände entwickeln ein beunruhigendes Eigenleben. Vor dem Hintergrund geheimnisvoller Klangwelten und skurriler Sprachgewalt – erzeugt durch vier Musiker, zehn Instrumente, fünf Stimmen und elektronische Verzerrung – entsteht ein absurder Kampf um die Macht der Königin.

Am Beginn findet – unter unguten Vorzeichen – eine königliche Hochzeit statt. Ein Attentat bringt das gesamte Reich ins Wanken, alle Versuche der Machtübernahme sind von Vorneherein zum Scheitern verurteilt, und die Rache der Königin ist fürchterlich… Im Kontrast zum blutigen Geschehen steht das Material der Kulisse und der agierenden Figuren: ein Sammelsurium ausrangierten Mobiliars und anderen Hausrats.

Der französische Komponist François Sarhan und der in Berlin lebende Bühnenbildner und Installationskünstler Fred Pommerehn experimentieren hier erneut mit den Schnittmengen der darstellenden und bildenden Konzeptkunst. „Les articulations de la Reine“ ist seit der Uraufführung zum Auftakt des Genfer Festivals Archipel – musique d’aujourdhui im März 2005 im französischsprachigen Raum mit großem Interesse aufgenommen worden. Mit der deutschsprachigen Erstaufführung stellen sich die Künstler einer weiteren Herausforderung: der Transportierbarkeit ästhetischer Tradition und sprachlicher Diktion innerhalb europäischer Grenzen.

Besetzung

Musik, Konzept François Sarhan
Bühne, Licht, Konzept Fred Pommerehn
Text Bertrand Raynaud
Dramaturgie Rebecca Rohde
Puppenspiel Paulo Duarte, Uta Gebert
Erzählerin Anja Hempel
Musiker Raphaël Godeau, Erwan Burban, Frédéric Daverio, Sylvain Lemêtre

Produktion Collectif CrWth
In Koproduktion mit Muse en Circuit Paris, Centre André Malraux – Scène Nationale de Vandoeuvre-lès-Nancy, Festival Archipel Genf, Festival Perspectives Saarbrücken, Arsenal de Metz und spielzeiteuropa | Berliner Festspiele
Unterstützt von Subsistances, Institut International de la Marionnette (Charleville-Mézières), SPEDIDAM, Association Beaumarchais, AFAA, Ministère de la Culture et de la Communication (DRAC Haute-Normandie) sowie vom Hauptstadtkulturfonds Berlin