Konzertfilm / On Demand
Environment

Environment – Opening MaerzMusik 2021

Zwei filmische Annäherungen an eine Bühnenkomposition für Stimmen, indigene Instrumente, Trompete, Innenklavier, Perkussion, kinetische Klangskulpturen, Video und Licht – ein Zeit-Objekt von PHØNIX16, Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN) und noiserkroiser

Wiphala, Regenbogenfahne

Wiphala. Regenbogenfahne, Symbol indigener Bevölkerung Boliviens, Perus u.a

© Sinéad Cullen (www.sineadcullen.com) http://letscreate.sineadcullen.com/index.php/2017/12/20/atlantida/

Vergangene Termine

Die Festivalausgabe 2021 findet digital statt.
Sehen Sie diese Veranstaltung live im Festivalstream oder vom 19. März bis 30. April 2021 auf MaerzMusik on Demand.

Die Filmfassung, die Sie im MaerzMusik Festivalstream und auf MaerzMusik on Demand sehen können, wurde mit Handkamera in 2D aufgezeichnet. Die 3D-Filmfassung kann auf Facebook erlebt werden.

Als Teil der Aufführung werden Stroboskopeffekte verwendet. Bei bestimmten Blitzfrequenzen können unter Umständen epileptische Anfälle ausgelöst werden.

84 Tage verbrachten die 25 Musiker*innen des Bolivianischen Experimentalorchesters für indigene Instrumente (OEIN) gemeinsam mit PHØNIX16 im Frühjahr 2020 in Zwangsquarantäne in der Musikakademie Rheinsberg in der Nähe von Berlin. Kurz vor Beginn des Festivals angereist, um das Eröffnungsprojekt von MaerzMusik 2020 vorzubereiten, wurden sie Opfer der sich schnell ausbreitenden COVID-19-Pandemie. Das Festival musste abgesagt werden, Grenzen wurden unvermittelt geschlossen, Reiseverbindungen unterbrochen. Was als außergewöhnliche musikalische Begegnung zwischen den beiden Ensembles begann, wurde zu einer intensiven Erfahrung des gemeinsamen Zusammenlebens und Arbeitens unter extremen Bedingungen – 84 Tage, die ihre tiefen Spuren auch im künstlerischen Prozess, in Form und Inhalt des Projekts „Environment“, hinterlassen haben.

Ein außergewöhnliches Jahr später präsentiert MaerzMusik 2021 „Environment“ in seiner neuen, veränderten Form, die vom kontinuierlichen Fortschreiten der Pandemie geprägt ist. Die Musiker*innen des OEIN können nicht persönlich anwesend sein; Hygienebestimmungen machen eine Live-Aufführung vor Publikum unmöglich.

Eine Woche vor Festivaleröffnung entsteht im Raum des Festspielhauses ein temporäres, lokales und soziales Zeit-Objekt aus vielschichtigen Materialien, das von zwei filmischen Versuchen einer Annäherung festgehalten wird. Aus dem Innenleben dreier Asyle (in Cusco, Rheinsberg und Berlin) formuliert sich ein Environment über die Zeit des Aufruhrs und der Pandemie und den uns umgebenden aktuellen Erfahrungsraum: Environment in seinen politischen, sozialen, ökologischen, ökonomischen und künstlerischen Dimensionen.

Programm

Beatriz Ferreyra
Rios del Sueño
[a] Live-Version für Stimmen, Instrumente und Resonatoren (1998 – 2000 / 2020)
Uraufführung

Marisol Jiménez
Cantos del Arenal
für Stimmen, Trompete, Innenklavier, Percussion und kinetische Klangskulpturen (2020)
Uraufführung

Carlos Gutiérrez Quiroga
en lo mas efcuro della, quando no haze luna, ni fe parece nada
für indigene Instrumente (2020)
Uraufführung
Das Werk von Carlos Gutiérrez wird in vollständiger Dunkelheit aufgeführt.

Bernard Parmegiani
De Natura Sonorum
[a] Live-Version für Stimmen, Instrumente und Resonatoren (1975/2020)
Uraufführung

Besetzung

PHØNIX16, Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos und noiserkroiser

Adam Weisman Perkussion
Nikolaus Neuser Trompete
Timo Kreuser Innenklavier
Marisol Jiménez kinetische Klangskulpturen
CarrieAnne Winter, Veronika Böhle, Oskar Koziołek, Will Kwiatkowski Gesang und Objekte

Tatiana López, Gabriela Saravia, Andrea Alvarez, Johann Ortega, Romina Quisbert, María Riqueza, Álvaro Cabrera, Einar Fuentes, Willy Chura, Ethan Olmos, Pavlo Olmos, Samuel Arce, María Victoria Medina, Adriaana Escobar, Víctor Poma, Isabel Sanjinés, Mariel Terán, Tracy Prado, Camed Martela, Gabriela Reyes, Elba Mamani, Marco Flores, Ariel Laura, Miguel Córdoba Native Instrumente und Objekte

Carlos Gutiérrez musikalische Leitung OEIN

[a] Live-Versionen
Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos, PHØNIX16, noiserkroiser
Carlos Gutiérrez Quiroga, Timo Kreuser, Alexis Baskind

Timo Kreuser Regie, Konzept, Leitung
Philipp Hartmann Kamera
Kassian Troyer Aufnahmeleiter Ton
Timo Kreuser, Kassian Troyer Mischung Ton
Alexis Baskind Konzeption Klang und Klangregie (Bühne)
Carlo Grippa Klangregie
Anne Taegert Monitoring
Alice Hamann Licht
Komposter Kollektiv (Luka Umek, Akaša Bojič) Video/Projektion
PHØNIX16 Produktion
Sonia Lescène Produktionsleitung
Katja Heldt Produktions Assistenz

Philipp Hartmann, Miguel Hilari, Omar Alarcón Poquechoque Filmausschnitte

Mit Unterstützung von Goethe Institut, Musikfonds e. V. / BKM, Ernst von Siemens Musikstiftung, Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin und Bundes- und Landesmusikakademie Rheinsberg.
In Zusammenarbeit mit Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Danke
Beatriz Ferreyra, Lourdes Herrera, Carolina Mora, Berno Odo Polzer, Julian Fuchs, Victor Tessilo, Felix Görg, Thomas Falk und dem Team der Musikakademie Rheinsberg, Giovani Yapita, Sebastian Filter, Emmanuel Parmegiani, Julia Gerlach und all den Unterstützer*innen in der Cusco- und Rheinsberg-Situation

MaerzMusik und dem Team der Berliner Festspiele

Spezieller Dank an Ernesto, Bakunin und Sputnica