Film / On Demand
Environment

Chuqui Katari

(OEIN)

Was den Alltag von Musiker*innen ausmacht, Üben und Proben, das hat den 84 Tage dauernden Aufenthalt des Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos in Rheinsberg besonders intensiv geprägt. „Chuqui Katari“ transformiert das Miteinander-Spielen, die Interaktion und das Experiment, unter den Bedingungen der Quarantäne, in einen 84 Stunden dauernden Film-Loop.

Wiphala (Ausschnitt)

Wiphala (Ausschnitt), Regenbogenfahne, Symbol indigener Bevölkerung Boliviens, Perus u.a.

© Sinéad Cullen (www.sineadcullen.com) http://letscreate.sineadcullen.com/index.php/2017/12/20/atlantida/

Ein Film wie ein Chronometer der verstreichenden, endlosen Zeit. 27 Musiker*innen sitzen in zwei konzentrischen Kreisen. Im Zentrum des inneren Kreises steht eine Kamera. Wie ein Innen-Chronometer schwenkt sie alle zwanzig Minuten mit festem Fokus 360° um ihre eigene Achse. Die Kamera misst den Lauf der Zeit und filmt die Musiker*innen, während sie mit Klängen, Geräuschen und Gesten interagieren und kommunizieren. Die Musiker*innen unterteilen sich in kleinere Konstellationen von zwei bis acht Personen, die sich ständig ändern. Ihrer eigenen Zeit folgend scannt die Kamera dieses wechselnde Szenario, streift über interagierende Musiker*innen und inszeniert somit Aufnahmen dieser „durational performance“. Eine Stunde für jeden Tag, den die Ensembles PHØNIX16 und Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN) im Frühjahr 2020 an ihrem Zufluchtsort, der Musikakademie Rheinsberg in Zwangsquarantäne verbrachten – insgesamt 84 Stunden eines Film-Loops, der über das Ende von MaerzMusik 2021 hinausragen wird.

Chuqui Katari

Ein Film von Timo Kreuser, Sonia Lescène & Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN)
D 2020, 120 min.
Premiere

Mit

NoiserKroiser (Timo Kreuser, Innenklavier; Nikolas Neuser, Trompete) & Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN)
Timo Kreuser Film
Alice Biemann Licht
Alexis Baskind Ton
Guillaume Cailleau & Timo Kreuser Montage