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MaerzMusik Specials

Yamayaki (Verbrannte Erde)

Ein Film von Eléonore Huisse (2017)

Die Filmemacherin Eléonore Huisse fängt den Moment eines ausklingenden Feuers ein, das unter der Asche noch schwelt und nur hin- und wieder aufflackert. In dem fast stehenden Bild werden die minimalen Veränderungen dieses Prozesses in ihrer subtilen Dramatik deutlich, verstärkt durch die Tonspur Kassel Jaegers.

Film Still aus „Yamiyaki“

Film Still aus „Yamiyaki“

© Eléonore Huisse

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Sehen Sie diesen Film im Festivalstream oder vom 23. März bis 30. Juni 2021 auf MaerzMusik on Demand.

31. Dezember, Japan, auf dem Land, in der Nähe des Vulkan Fuji. Ich suchte nach einem Ort, an dem ich den Sonnenuntergang hinter den umliegenden Bergen filmen konnte, als ich auf Rauch aufmerksam wurde, der von einem Feld aufstieg. Ein alter Mann verbrannte Müll. Ich stellte meine Kamera auf und filmte das Feuer. Plötzlich erschien ein Terrakotta-Buddha aus der Asche. In Japan gibt es eine Tradition namens Otakiage, die darin besteht, Glücksbringer und Talismane zu verbrennen, um böse Geister zu vertreiben und ein neues Jahr zu beginnen. Das Feuer des alten Mannes war keine solche Zeremonie, aber die Buddha-Statue, die in einem Karton vergessen worden war, gab eine reinigende Dimension. Nachdem das Feuer gelöscht war, gab mir der alte Mann den Buddha. Die Nacht war gekommen, ich hatte den letzten Sonnenuntergang des Jahres verpasst. (Eléonore Huisse)

Yamayaki (Verbrannte Erde)

Ein Film von Eléonore Huisse (2017)
Musik von Kassel Jaeger