Performance / Aufzeichnung
Stückemarkt

Nanjing

von und mit Jude Christian

In „Nanjing“ verbindet Jude Christian historische und persönliche Erzählungen zu einem berührenden Aufruf zu Pazifismus und Solidarität.

Jude Christian

Jude Christian

© Manuel Harlan

  • 1 h
  • In englischer Sprache

Vergangene Termine

Die Festivalausgabe 2021 findet digital statt.
Hier geht es zum Stream
Diese Produktion ist bis 24. Mai um 23:59 Uhr verfügbar.

Nachgespräche
am 23. Mai 2021 um 17:00 Uhr und am 24. Mai 2021 um 12:00 Uhr

Jude Christian arbeitet sich in der biografischen Solo-Performance „Nanjing“ an den Ursprüngen der eigenen Herkunft und Identität ab. In einer packenden und zugleich sanften Performance deckt sie in Vergessenheit geratene Momente der Geschichte auf und fragt, wofür der*die Einzelne zu sterben bereit ist. „Nanjing“ ist ein persönliches Plädoyer für den Widerstand und die Aufforderung, eine gemeinsame Geschichte zu schreiben.

Eine Nachricht vom Team
Vielen Dank, dass Sie “Nanjing” anschauen.
Wir haben diese Version der Produktion vor zwei Wochen in London ohne Publikum gefilmt. Nur so konnten wir sie Ihnen mit Sicherheit zeigen, ungeachtet aller Mutationen oder Einschränkungen, die uns die Pandemie noch bescheren könnte.
Aber „Nanjing“ ist Live-Theater. Es ist dazu da, Raum für Gespräche zu schaffen. Im ersten Teil geht es um eine Person, die zu einem Saal voller Zuhörer*innen spricht, aber im zweiten Teil laden wir das Publikum üblicherweise ein, zu bleiben und zu reden – mit uns, miteinander, mit Freund*innen, Bekannten, Fremden. Wir konnten zwar wegen des aktuellen Zustands der Welt den ersten Teil nicht live spielen, aber wir möchten trotzdem sehr gerne mit Ihnen reden – über Pazifismus, über Geschichte und über alles, was Sie nach dem Stück gerne mit uns besprechen möchten.
Wir werden deshalb am 23. Mai zwischen 17:00 und 19:00 Uhr und am 24. Mai zwischen 12:00 und 14:00 Uhr den virtuellen Garten der Berliner Festspiele besuchen. Und wir würden uns sehr freuen, Ihnen dort zu begegnen.

Stückemarkt-Jurorin Maria Nübling zur Performance
Mit ihrer Solo-Performance „Nanjing“ schafft Jude Christian ein flüchtiges Denkmal, das uns dazu auffordert, die Grauzonen des Lebens auszuloten. Das Massaker von Nanjing nimmt sie als Ausgangspunkt, um das Publikum mit auf eine Reise in ihre eigene Biografie und in vergessene Teile der Geschichte zu nehmen. Feinfühlig bewegt sie sich dabei zwischen Persönlich-Vertrautem und historischen Darstellungen von Gräueltaten. „Wofür wärst du bereit zu töten, zu kämpfen oder zu sterben?“, fragt sie uns in ihrem reduzierten und dennoch poetischen Plädoyer für einen militanten Pazifismus. Jude Christian kreiert eine fesselnde und konzentrierte Performance, die über die Lücken der europäischen Geschichtsschreibung und des kollektiven Gedächtnisses nachdenkt und dabei emotional bewegt, ohne ins Rührselige abzudriften.

Künstlerisches Team

Jude Christian Text und Performance
Elayce Ismail Regie
Joshua Pharo Filmemacher
Jasmin Kent Rodgman Komposition
Tamara Moore Produktion

Mit
Jude Christian