Installation

Emeka Ogboh

Ámà: The Gathering Place

18. September 2021 bis 16. Januar 2022

Im September präsentiert der Gropius Bau eine raumgreifende Lichthof-Installation von Emeka Ogboh.

Akwete cubes

Akwete cubes

© Emeka Ogboh

Ab September 2021 wird eine ortsspezifische Installation des Künstlers Emeka Ogboh im weitläufigen Lichthof des Gropius Bau zu sehen sein – dem architektonischen Herzstück der Institution, das frei zugänglich ist und alle Besucher*innen im Zentrum des Gebäudes willkommen heißt. Unter dem Titel Ámà: The Gathering Place (2019/2021) nimmt Ogbohs Intervention die Form eines über 9 Meter hohen Baumes an und beinhaltet eine begleitende 12-Kanal-Soundinstallation sowie textile Elemente. Ausgangspunkt der Arbeit nimmt als Ausgangspunkt den „ámà“ – „Dorfplatz“ in Igbo. Diese Plätze sind das physische und symbolische Zentrum des Lebens in der Igbo-Gesellschaft; Orte, an denen Zeremonien, Unterhaltung, Handel und alltäglicher Austausch stattfinden. Ámà: The Gathering Place lässt sich von diesen Orten inspirieren und verwandelt den Lichthof des Gropius Bau in einen Raum der Ruhe und des sozialen Austauschs, untermalt von Aufnahmen eines Chors, der traditionelle Igbo-Volkslieder singt. Zusätzlich zu den skulpturalen und klanglichen Elementen werden die Betrachter*innen eingeladen, auf traditionellen Akwétè-Tüchern zu sitzen, die von zeitgenössischen nigerianischen Grafikdesigner*innen und Weber*innen entworfen wurden und die auch die zentrale Skulptur des Werks bedecken. Die Arbeit zeigt, wie halböffentliche Räume, von Dorfplätzen bis zu institutionellen Freiflächen, als Orte der Geselligkeit, des Feierns, der Reflexion und des Austauschs zurückgewonnen werden können. Gleichzeitig wird Ogbohs neue Installation vom 17. bis 19. September 2021 im Rahmen des Projekts The New Infinity der Berliner Festspiele im Zeiss-Großplanetarium zu sehen sein.

Über Emeka Ogboh

Emeka Ogboh ist ein Künstler, der sich in seiner Praxis mit dem Raum und dem öffentlichen und privaten Gedächtnis auseinandersetzt und dabei verschiedene Medien wie Klang, Skulptur und Gastronomie einsetzt. Sein Interesse gilt der Verknüpfung von kommunaler, privater und öffentlicher Kultur und deren Verdinglichung durch Klang und Speisen. In jüngster Zeit hat er Arbeiten unter anderem im Friche la Belle de Mai Marseille (2021), im Dresdner Museum für Völkerkunde (2020), Kunstmuseum Ravensburg (2020), Museum Tinguely, Basel (2019) und Cleveland Museum of Art (2019) präsentiert.