Tanz

ENERGIE

Young Pathos Kollektiv
München (Bayern)

„ENERGIE“ ist eine pulsierende Theaterperformance, die sich mit verschiedenen energetischen Erscheinungsformen beschäftigt. Diese können sich in abstrakten physikalischen Prinzipien genauso äußern wie in ganz konkreten Alltagssituationen.

ENERGIE

ENERGIE

© Patrik Thomas

Vergangene Termine

Harmonie. Rhythmus. Augenblicke des „Innehaltens“. Es geht gleichermaßen um das gesamte Universum wie um kleine Momente des einzelnen Individuums. Dabei werden immer wieder Fragen in den Raum geworfen: Was ist Energie? Wie zeigt sie sich? Woher kommt sie, und wie verhält sie sich? Bei all diesen abstrakten Fragen ist aus der Performance auch eine konstante gesellschaftliche Kritik nicht zu überhören, die mal leiser, mal lauter mitschwingt.

Vielseitig sind auch die Formen, in denen die Energie vermittelt wird. Tanz und Musik, Lyrik und Malerei ergänzen sich gegenseitig in stetem Wechselspiel. Dabei geht es nicht um eine strenge Rollenverteilung, sondern vielmehr um die jeweilige Auffassung und Darstellung der einzelnen Persönlichkeiten.

Der größte Teil der Entwicklung bestand aus Experimenten zur inneren Gefühlswelt: Instinkt, Intuition und Selbstreflexion sind hier wichtige Stichwörter. Dabei gab der Prozess auch uns Mitwirkenden einen konstanten „Halt“. Ein gemeinsames Projekt, entwickelt in Zeiten der Ohnmacht und Isolation. Zu Beginn gab es keinen Plan, keinen Anhaltspunkt; lediglich die Idee, ein Stück zu entwickeln, das einen Gegenpol zum Oberflächlichen bildet. Ein Stück, das ein Gefühl von Tiefe und Verbundenheit vermittelt. Das eine*n aus dem Alltagswahnsinn der Verbote und Einschränkungen der vermeintlich niemals endenden Lockdowns herausholt, in eine Welt des tieferen Seins. Das eine*n – wenn auch nur für einen kurzen Augenblick – einfach mal abtauchen lässt.
Josi Olufemi / Young Pathos Kollektiv

Das Young Pathos Kollektiv ist offen für alle zwischen 14 und 24 Jahren. Die Treffen und Proben finden regelmäßig einmal die Woche statt und die Projekte, die in gleichberechtigter Zusammenarbeit von Akteur*innen und künstlerischer Leitung entstehen, werden auf der Bühne des Pathos Theaters aufgeführt. Für die aktuelle Produktion „Energie“ fand sich ein Ensemble aus acht jungen Menschen zusammen, die auch in anderen Kontexten in den Bereichen Tanz, Theater, Malerei und Musik aktiv sind.

Von und mit

Lukas Oros Bergmann, Rocco Dumont, Lionel Dante Dzaack, Myriam Himmelreich, Gustaf Kobus, Sara Ladwig, Raphael Landstorfer, Ananda Nefzger, Josi Olufemi, Elisa Wenz

Marie Jaksch Bühne, Kostüm
Justine Maier Ortega Kostümassistenz
Patrik Thomas Videokonzept, Kamera, Schnitt
Christian Hundseder Lichttechnik
Chris Hohenester Künstlerische Gesamtleitung

Gefördert vom Fonds darstellender Künste „Take Action“ in Kooperation mit dem Pathos Theater

Chris Hohenester ist ausgebildete Tänzerin und Schauspielerin und war neben Gastspielen in Wien, Hamburg und Berlin am Schauspielhaus Bochum und am Schauspielhaus Düsseldorf engagiert. Außerdem stand sie bei zahlreichen Film und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Als Regisseurin und Choreografin entwickelt sie künstlerische Produktionen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und arbeitet in München u. a. in Jugendprogrammen des Jungen Resi, Kammer 4 you, Schauburg und International Munich ArtLab. 2019 gründete sie das Young Pathos Kollektiv am Pathos Theater. Bereits mehrere ihrer Produktionen wurden zum Tanztreffen der Jugend eingeladen.
www.chris-hohenster.de

Zur Auswahl für die Jury Anthony Mejeh

Das Tanzkollektiv Young Pathos – bestehend aus sechs jungen tanzbegeisterten Menschen – beschäftigte sich unter der Leitung von Chris Hohenester intensiv mit der Thematik „Energie“. In einem eigenständigen Probenprozess setzten sich die jungen Tänzer*innen kritisch mit verschiedenen Alltagssituationen auseinander, in denen sie bestimmte Energien verspüren. Energien, die sie sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Energien, aus denen sie Kraft schöpfen können. Und wie genau lassen sich diese Energien beschreiben? Wie sieht Energie aus, und lässt sie sich greifen? Der Impuls zu diesem Projekt lässt sich auf die momentane Lockdown-Situation zurückführen. Den jungen Künstler*innen lag es am Herzen, sich aus dieser Produktion ganz viel Kraft zu schöpfen. Somit war das Fundament für die Zusammenarbeit geschaffen. Durch gemeinsames Experimentieren und Zusammenführen von verschiedenen künstlerischen Elementen gelingt es der Gruppe, eine vollkommen individuelle Produktion zu entwickeln.