Fulldome

TNI Experience I

Actress & Actual Objects, Lucas Gutierrez & Robert Lippok, Theo Triantafyllidis & Sun Araw

Erleben Sie die Weltpremiere der postindustriellen Sinfonie „Grey Interiors“, die Soundskulptur „SPIN“ sowie die Fulldome-Adaption „VHW7“ des gleichnamigen Games.

Lucas Gutierrez & Robert Lippok: SPIN

SPIN

© Lucas Gutierrez & Robert Lippok

  • 60 min

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Actress & Actual Objects: Grey Interiors

Die Kompositionen des britischen Musikers Darren J. Cunningham aka Actress funktionieren wie ein in Musik transformierter Hypertext. Zusammen mit dem Künstler*innenkollektiv Actual Objects präsentiert er die postindustrielle Sinfonie „Grey Interiors“. Die dreiteilige Komposition zeigt unsere Zivilisation als implodierten Raum ohne erkennbare Gravitation, von dem nur noch herumtreibende maschinelle Fragmente sowie verrottende Objekte als Zitate ohne Referenzsystem übriggeblieben sind. Durch den düsteren Äther nimmt uns „Grey Interiors“ mit an die Ränder einer Landschaft jenseits des Menschen.

Lucas Gutierrez & Robert Lippok: SPIN

Auf der gewölbten Hornhaut deiner runden Augäpfel wird sich das flackernde Spiegelbild zweier großer Ringe zeigen, die sich unaufhörlich drehen, umgeben von einem Schwarm silberner Blasen, unter der Halbkugel des Fulldome. Mit „SPIN“ schaffen der Digitalkünstler Lucas Gutierrez und der Klangkünstler Robert Lippok einen animierten Kosmos der Fluktuation und Mutation – ein Gebilde aus Kreisen, Ringen, Kuppeln und Sphären –, in dem Bild und Klang eine geradezu körperliche Präsenz ausstrahlen. Vor einer Geräuschkulisse aus hunderten Tonaufnahmen von Objekten, Maschinen und verschiedenen Environments wird der*die Betrachter*in entlang der Ringe und durch sie hindurchgeführt: Er*Sie surft auf glatten und glänzenden Wellen, gleitet über sich windende und wogende Haut – über Papillarleisten und Falten, Fell, schillernden Schleim und perfekten Glanz.

Die verschiedenen Texturen verschmelzen und tauchen auf, während sich die Körper drehen, zusammenziehen und dehnen. Die fremdartigen, maßstabslosen Körper könnten mikroskopisch klein sein, aber genauso gut ganze Landschaften bilden oder riesige Planeten. Ihre vibrierende Oberfläche wird durch unruhige Reflexionen einer Lichtquelle illuminiert, die ständig in Bewegung ist – wie ein von Windböen betriebener Suchscheinwerfer. Es ist, als wollten Lippok und Gutierrez Natur entwerfen – eine Natur, die keine Nachahmung mehr ist, kein Abbild unserer selbst. „SPIN“ versinnlicht eine Form von Ökologie, die Umwelt und Körper zugleich ist, und deren belebte Materie mit uns durch Transformation, Assoziation und unvorhersehbare Veränderung kommuniziert. Natalie Koerner

Theo Triantafyllidis & Sun Araw: VHW7

Die Fulldome-Arbeit „VHW7“ erkundet den gleichnamigen Planetoiden als galaktische Skulptur. Ein experimenteller Soundtrack führt durch gemorphte Bildwelten, die das stellare Objekt und seine fremdartigen Ökosysteme zeigen: schwebende Ionenblasen und Erzlagerstätten, phosphoreszierende Anomalien und biologische Phänomene. Angesichts der Komplexität dieses Zwergplanetoiden drängt sich die Frage auf, welche Kräfte und Akteur*innen sie hervorgebracht haben.

Actress & Actual Objects: Grey Interiors (2021, 25 min)
Produktion: Darren Cunningham
Supervisor Produktion: Georgios Mavrikos
Postproduktion Video: Florian Meyer
Spatial Sound Mixing: Timo Bittner
Eine Koproduktion der Berliner Festspiele / The New Infinity mit dem Zeiss-Großplanetarium Berlin

Lucas Gutierrez & Robert Lippok: SPIN (2021, 13 min)
Image / Visuals: Lucas Gutierrez
Komposition / Sounddesign: Robert Lippok
Supervisor Produktion: Georgios Mavrikos
Postproduktion Video: Florian Meyer
Spatial Sound Mixing: Timo Bittner
Eine Koproduktion der Berliner Festspiele / The New Infinity mit dem Zeiss-Großplanetarium Berlin

Theo Triantafyllidis & Sun Araw: VHW7 (2021, 18 min)
Audio: Sun Araw und Tomo Jacobson
Visuals: Theo Triantafyllidis
Supervisor Produktion: Georgios Mavrikos
Postproduktion Video: Florian Meyer
Spatial Sound Mixing: Timo Bittner
Eine Koproduktion der Berliner Festspiele / The New Infinity mit dem Zeiss-Großplanetarium Berlin