Christian Partos „Visp“ (2000)

Christian Partos „Visp“ (2000)

© Christian Partos

Ausstellung

Licht! Ljus! Lumiere!

11 Installationen - 6 Künstler/innen

In den dunkelsten Monaten des Jahres, Dezember und Januar, widmet spielzeiteuropa dem Element eine Ausstellung, ohne das Theater nicht denk- und wahrnehmbar wäre: dem Licht. In den Arbeiten von sechs bildenden Künstlern wird es in den Räumen des Hauses der Berliner Festspiele sowie in einer Einzelinstallation im Palast der Republik als eigenständig agierendes Phänomen in Szene gesetzt.

Der 1952 geborene Niederländer Bas Bossinade realisierte bereits eine Reihe von kinetischen Skulpturen, erzeugt durch Laserlicht und elektrisierte Gase. Du Zhenjun, geboren 1961 in Shanghai, beschäftigt sich in erster Linie mit dem Phänomen der manipulativen Kraft von Licht, das den Besucher in seine Versuchsanlage mit einbezieht und ihn in eine Falle lockt. Holger Förterer, geboren 1972 in Bochum, bezeichnet sich selbst als Video-Bildhauer und arbeitete unter anderem an dem Projekt „Helikopter“ mit, in der Choreografie von Angelin Preljocaj (2001), nach einer Komposition von Karlheinz Stockhausen (Helikopter-Quartett). Beteiligt ist er auch an der neuen Bühnenshow des kanadischen Regisseurs Robert Lepage für den Cirque de Soleil in Las Vegas. Fünf Arbeiten des schwedischen Künstlers Christian Partos (geboren 1958) zeigen die Breite seines Schaffens. In der im Jahr 2000 auf der Expo Hannover erstmals in Deutschland präsentierten Lichtskulptur „Visp“ werden fünf Fäden von zehn Meter Länge, jeweils bestückt mit 1000 weißen LEDs (Leuchtdioden), in eine rotierende Bewegung versetzt und erzeugen halluzinogene Leuchtspuren in Form eines Rosenkranzes. Für den 1963 in Österreich geborenen Erwin Redl, der in New York lebt und arbeitet, ist die immaterielle Natur des Lichtes Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit: „Ich halte sie für das perfekte Medium, um unsere körperliche Präsenz im Raum darzustellen.“

Künstler

Bas Bossinade, Du Zhenjun, Holger Förterer, Gabriele Heidecker, Christian Partos, Erwin Redl

Eine Ausstellung der Berliner Festspiele
In Zusammenarbeit mit Maison des Arts et de la Culture André Malraux, Paris-Créteil, Lille 2004 – capitale de la culture und dem schwedischen Kulturzentrum, Berlin
Dank an Richard Castelli (Kurator)