Screening
Julia Stoschek Collection

Sanctus

Barbara Hammer
1990 / 16-mm-Film transferiert auf Video / s/w & Farbe / Ton

Überdimensioniert flimmern Skelette über die Leinwand. Für ihr Werk „Sanctus“ (1990) versetzt die Experimentalfilmerin und feministische Aktivistin Barbara Hammer Röntgenfilmaufnahmen in Bewegung und bietet ein kinetisches Schauspiel, das zwischen Witz und Tragik changiert.

Das Röntgenbild eines zur Seite gedrehten menschlichen Kopfes. Die Person führt das Mundstück eines Blasinstruments zum Mund.

Barbara Hammer, Sanctus, 1990. 16-mm-Film, transferiert auf Video, 18'18", Farbe & S/W, Ton. Musik von Neil B. Rolnick

Courtesy of the Estate of Barbara Hammer and KOW, Berlin/Madrid. Leihgabe der JULIA STOSCHEK FOUNDATION, Berlin/Düsseldorf

  • 18 min 18 sec

Das Leben als sakraler Totentanz oder durchseziert, bis in die Tiefen des menschlichen Körpers? Für ihre Arbeit „Sanctus“ verwendete Barbara Hammer archivarische Röntgenfilmaufnahmen des in den 1950er-Jahren tätigen Dr. James Sibley Watson. Mit Film experimentierend, hatte Watson überwiegend weibliche Körper in Bewegung medizinisch durchleuchtet. Hammer überhöht das kinetische Schauspiel, indem sie das Archivmaterial collagiert, beschneidet, übermalt sowie verätzt und damit den Probant*innen ihre sinnliche Präsenz zurückgibt.