Screening
Julia Stoschek Collection

Apex

Arthur Jafa
2013 / Video / Farbe / Ton

In seiner Videoarbeit „Apex“ (2013) verknüpft Arthur Jafa Bilder aus der (amerikanischen) Popkultur mit Aufnahmen blanker Gewalt. Getragen von elektronischen Techno-Beats begegnen die Zuschauer*innen einer rasenden, immersiven Bildsequenz.

Eine als männlich gelesene Person of Colour tanzt auf der Straße, sie ist von hinten zu sehen.

Arthur Jafa, Apex, 2013. Video, 8'22", Farbe, Ton. Videostill

Courtesy of the artist and Gavin Brown’s Enterprise, New York/Rome. Leihgabe der JULIA STOSCHEK FOUNDATION, Berlin/Düsseldorf

  • 8 min 22 sec

Für seine künstlerische Praxis arbeitet Arthur Jafa nicht nur mit selbst gefilmtem Material, sondern vielmehr mit Found-Footage. „Apex“ entstand aus einem Kompendium von Fotografien, Filmstills und Grafiken, die er über Jahre hinweg bearbeitet, sequenziert und 2013 als Film arrangiert hat. Die rasante Abfolge der Bilder ist stark rhythmisiert und zugleich zu den elektronischen Beats des aus Detroit stammenden DJs Robert Hood synchronisiert: In 492 Sekunden werden die Betrachter*innen mit 841 Standbildern konfrontiert. Arthur Jafa kombiniert u.a. Bilder von Musikikonen wie Jimi Hendrix oder Bob Marley, von Kunstfiguren wie Mickey Mouse oder Felix the Cat, aus Jazz und Popkultur mit verstörenden Aufnahmen von Mord, Sklaverei und Diskriminierung von Schwarzen Menschen. Die dadurch entstandenen Verstrickungen thematisieren die Geschichte und Gegenwart Schwarzer Kultur und sind zugleich der Versuch, die „Kraft, Schönheit und Verfremdung“ (Arthur Jafa) der afroamerikanischen Musik auf den Film zu übertragen.