Konzert

The White Screen

Mit ihrer Band The White Screen haben sich die Cousins Gabriel und Gilbert Broid im musikalischen Untergrund Israels längst einen Namen gemacht. Ihre Pop-Kompositionen thematisieren das Leben in Israel und Palästina und betören mit latent düsteren Sounds.

Ein Foto der The White Screen-Mitglieder Gabriel und Gilbert Broid, die sich in einem hellblauen Raum befinden und von Orangen umgeben sind. Beider Künstler, die roten Nagellack, pinken Lippenstift und gelbe Sonnenbrillen tragen, sind mit schwarz-weiß gemusterten Hosen und Fellmützen bekleidet.

The White Screen

© Gabriel Baharlia

  • 40 min

Als kreativen Rückzugsort für die Produktion ihres letzten Albums, „Sex, Drugs and Palestine“, wählten The White Screen die ehemalige Basketballhalle des Kibbuz Menara in Obergaliläa im Norden des Landes, an der Grenze zum Libanon. Dort entstand ein komplexes Pop-Album, auf dem sich die Gruppe mit ihrer Generation, in Israel und Palästina, befasst und Identitätsfragen verhandelt. Ihr optisches Erscheinungsbild und ihre Musikvideos beglaubigen die bewusst verwaschenen Grenzen, strotzen vor visueller Opulenz und Glamour. Teil ihres diversen Zirkels von befreundeten Künstler*innen ist der Maler, Bildhauer, Aktionskünstler und Aktivist Oren Fischer, der den Auftritt der Band im ICC erweitern wird. Als Live-Aktion finden die auf Hebräisch gesungenen Lieder in Fischers simultan geschaffenen Illustrationen eine Spiegelung. Die auf zwei Leinwände projizierten Arbeiten visualisieren und erklären gleichermaßen, während großflächige Flaggen den Auftritt flankieren.