Kino
70 Jahre Berliner Festspiele

Berlinfieber

Wolf Vostell, Regie Ulrike Ottinger, Berliner Festwochen 1973
1973 / Farbe
Aufzeichnung eines Environments von Wolf Vostell im Rahmen der Aktionen der Avantgarde (ADA I, 1973) des Neuen Berliner Kunstverein e.V. in Zusammenarbeit mit dem DAAD und den Berliner Festspielen

Der Maler, Bildhauer und Happening-Künstler Wolf Vostell war Mitbegründer der Veranstaltungsreihe ADA – Aktionen der Avantgarde, die die Berliner Festwochen mit dem Neuen Berliner Kunstverein 1973 ins Leben riefen. Ulrike Ottinger begleitete seine Aktionen im Rahmen der ersten Ausgabe mit ihrer Filmkamera.

Ein dunkelblaues Auto im oberen Bildrand links befährt einen sandigen Weg, der mit großen weißen Stoffplanen bedeckt ist. Das Auto wird von einer stehenden Menschenmasse in der rechten Bildhälfte beobachtet.

Ulrike Ottinger, „Berlinfieber“, Environment von Wolf Vostell, 1973/2014. Film, Farbe, Ton. Filmstill

© Ulrike Ottinger Filmproduktion | Arsenal – Institut für Film- und Videokunst e.V. | The Wolf Vostell Estate

  • 11 min 4 sec

„ADA Aktionen der Avantgarde, unter diesem Stichwort fand sich 1973 im Neuen Berliner Kunstverein eine Initiativgruppe zusammen, um kurzfristig ein Modell einer Veranstaltung experimenteller Kunst zu den Berliner Festwochen 1973 zu realisieren. ADA ging von der Idee aus, traditionelle Ausstellungsformen zu überwinden. ADA sollte nicht von ‚Machern‘ konzipiert werden, sondern von Künstlern. ADA sollte nichts Feststehendes sein, das dem Publikum zum Eröffnungstag fertig und für vier oder fünf Wochen unverändert serviert wird.“ (Jörn Merkert, Ursula Prinz)

Der Künstler Wolf Vostell beteiligte sich an der ersten Ausgabe der Veranstaltungsreihe ADA mit seinem Environment „Auto-Fieber“ und dem Happening „Berlinfieber“.

„Autofahren ist Psycho-Aesthetik.” (Wolf Vostell)

© Ulrike Ottinger Filmproduktion | Arsenal - Institut für Film- und Videokunst e.V. | The Wolf Vostell Estate