Kino
70 Jahre Berliner Festspiele

Loblied auf das Yimeng-Gebirge

Staatliches Tanzdrama-Ensemble der Volksrepublik China, Berliner Festwochen 1976
1976 / Farbe
Fernsehregie: Sigmar Börner

Ausschnitte der Aufführung am 23.10.1976 im Theater des Westens

Die Aufzeichnung der Aufführung des Staatlichen Tanzdrama-Ensembles der Volksrepublik China im Rahmen der Berliner Festwochen 1976 gibt einen seltenen Einblick in eine der damals führenden künstlerischen Positionen Chinas, die nur einen Monat nach dem Tod des chinesischen Staatspräsidenten Mao Zedongs nicht ohne Berücksichtigung seiner kulturrevolutionären Kampagne betrachtet werden kann.

Eine Bühne, die mit einem grünen Rasen und Gebüsch ausgelegt ist. Auf dem Rasen sind zwei asiatisch gelesene Personen zu sehen, die miteinander interagieren. In der linken Bildhälfte liegt eine männliche gelesene Person in grüner Militäruniform. Rechts neben ihm eine weiblich gelesene Person.

Staatliches Tanzdrama-Ensemble der Volksrepublik China, „Loblied auf das Yimeng-Gebirge“, Berliner Festwochen 1976. Film, Farbe, Ton. Filmstill

© RBB | National Ballet of China

  • 41 min

„Das Chinesische Tanzdrama-Ensemble wurde 1959 gegründet; sein Vorgänger war die Experimental-Ballettbühne der Pekinger Tanzschule. Es ist eines der wichtigsten Tanzdrama-Ensembles, die sich durch kämpferische Stählung in der Großen Proletarischen Kulturrevolution entwickelt haben und herangewachsen sind. Von 1964 an leitete Genossin Djiang Tjing im Lichte der revolutionären Linie des Vorsitzenden Mao und in Befolgung der Richtlinien [...] für Literatur und Kunst: ‚Laßt hundert Blumen blühen! Laßt das Neue durch kritische Aufnahme aus dem Alten hervorgehen!‘ ‚Das Alte in den Dienst der Gegenwart stellen, das Ausländische für China nutzbar machen‘, die revolutionären Mitarbeiter in Literatur und Kunst dazu, die vielen von der revisionistischen Linie aufgerichteten Hindernisse zu durchbrechen. [...] In diesen Werken wird durch die Reihe glanzvoller proletarischer Heldengestalten [...] das kämpferische Leben der Arbeiter, Bauern und Soldaten enthusiastisch besungen; diese Werke spielen so eine militante Rolle „für den Zusammenschluss und die Erziehung des Volkes, für die Schläge gegen den Feind und dessen Vernichtung“. Am 8. Oktober 1964 sah sich der große Führer des chinesischen Volkes, der Vorsitzende Mao Tsetung, die Aufführung des Tanzdramas „Die Rote Frauenkompanie“ an und gab ihm eine hohe Einschätzung. [...] Nach der revolutionären Linie des Vorsitzenden Mao in Literatur und Kunst schreitet das Chinesische-Tanzdrama-Ensemble voran.“
(Ankündigungstext aus dem Programmheft von 1976)

© RBB | National Ballet of China